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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
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- 2000
- 14. April 1819: Gründung des „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbevereins“ in Frankfurt durch Friedrich List
Friedrich List (1789–1846), radikal-liberaler staats- und volkswirtschaftlicher Professor in Tübingen, gründet am 14. April 1819 den „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbeverein“ in Frankfurt am Main. Dieser Verein strebt nach Handels- und Zollfreiheit, die beim Zoll- und Handelskongress, eröffnet vom hessischen Staatsminister Karl du Bos du Thil (1777–1859), ab dem 13. September ... »Details - 3. Juni 1819: Eröffnung der Schiffsbrücke Offenbach-Fechenheim
Am Schloss in Offenbach am Main wird eine Schiffsbrücke nach Fechenheim in Betrieb genommen. Der wichtigste Grund zur Errichtung der Brücke war die Umleitung des Fahrverkehrs zwischen den beiden hessischen Provinzen Starkenburg und Oberhessen, der vorher die Frankfurter Brücke benutzte und dafür Zoll entrichten musste. Nach der Errichtung der Brücke an der Kaiserstraße 1887 wird die ... »Details - 1. Juli 1819: Attentat auf Karl von Ibell in Bad Schwalbach
Der Apotheker Karl Löning (1791–1819) aus Idstein verübt in Bad Schwalbach einen Anschlag auf den nassauischen Regierungspräsidenten Karl von Ibell (1780–1834). Karl von Ibell helfe staatlicher Repression, was als Motiv zur Tat dient. Ibell überlebt, jedoch lag dasselbe Motiv dem Anschlag auf August von Kotzebue (1761–1819) im März 1819 zugrunde.(StH) ... »Details - August 1819: Hep-Hep-Unruhen
Weit verbreitete Vorurteile gegenüber Juden führten im Spätsommer 1819 in vielen Städten Deutschlands zu antijüdischen Ausschreitungen. Missernten hatten zu hohen Brotpreisen geführt und Vorwürfe wegen Brotwuchers richteten sich vor allem gegen die Juden. Hinzu kam die Diskussion um ihre rechtliche Gleichstellung, die dazu führte, dass zahlreiche Handwerker und Kaufleute eine vermeintlich ... »Details - 14. August 1819: Einführung von Schulchroniken im Herzogtum Nassau
Die Herzoglich Nassauische Landesregierung weist die Schulinspektoren im Land an, auf die Führung von Schulchroniken zu dringen. Jede Elementarschule soll ab diesem Zeitpunkt eine Chronik verfassen, die in den jährlichen Inspektionen der Schulen im Frühjahr vorgelegt werden muss. Die Chronik soll in drei Teilen angelegt werden, einem historischen Teil, der die Geschichte der jeweiligen Schule ... »Details - 27. August 1819: Hessische Regierung gewährt Offenbach volle Gewerbefreiheit
Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, erbaut. Vorher gab es eine solche nur in Frankfurt am Main. Unter den Aufgaben fallen auch das Aufzeigen von Hürden im Handel ... »Details - 1. Oktober 1819: In London erscheint das erste Heft der illustrierten „Picturesque Tour along the Rhine“ von Isaak von Gerning
Am 1. Oktober 1819 erscheint in London das erste Heft der zunächst in Einzelteilen veröffentlichten „Picturesque Tour along the Rhine“ des hessen-homburgischen Geheimrats und Privatgelehrten Isaak von Gerning (1767–1837) mit Aquatintadrucken nach Rheinansichten von Christian Georg Schütz, gen. der Vetter (1758–1823) im Verlag des aus Deutschland stammenden Verlegers Rudolph Ackermann ... »Details - 7. November 1819: Einweihung des Großherzoglichen Hoftheaters in Darmstadt
Da dem theaterbegeisterten Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) das alte, noch von Louis Remy de la Fosse (um 1659–1726) errichtete Opernhaus in Darmstadt nicht mehr ausreichend erschien, beauftragte er den Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) 1810/11 mit dem Neubau eines geräumigeren Theaterbaus, der allen Bürgern zugänglich sein sollte. Von Anfang an war dafür ... »Details - 1820-1850: Pauperismus im Herzogtum Nassau
Die Massenverarmung in der Zeit des Vormärzes wird zum zentralen Problem der Landbevölkerung. Ursachen liegen im Bevölkerungswachstum, der Strukturkrise im Handwerk durch Einführung der Gewerbefreiheit und neuerer Techniken, der Bauernbefreiung, Missernten und einer verfehlten Politik der Landesherren. Viele Männer zogen den Sommer über ins Rheinland und ins Ruhrgebiet, um als Saisonarbeiter ... »Details - 1820-1880: Gesellschaftliche Integration der jüdischen Bevölkerung durch Mitgliedschaft in Vereinen
Neben der rechtlichen Gleichstellung strebte ein Großteil der jüdischen Bevölkerung auch die gesellschaftliche Integration an. Dabei stießen sie immer wieder auf massive Widerstände. So wurden Juden in zahlreichen Orten daran gehindert, Mitglieder in bereits etablierten bürgerlichen Vereinen zu werden. Oft wurde die Mitgliedschaft an das Bekenntnis zum christlichen Glauben geknüpft oder die ... »Details
