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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 9. Oktober 1955: Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Niederasphe
In Niederasphe wird am heutigen Tag das erste Dorfgemeinschaftshaus, das im Landkreis Marburg errichtet worden ist, seiner Bestimmung übergeben. Das Haus besteht aus einem Gemeinschaftsraum mit Rundfunk- und Fernsehgerät, einem Jugendraum, einer Volksbücherei, einer Lehrküche, einem Gemeindebad, bestehend aus Wannen- und Brausebäder, einer Gemeinschaftswäscherei, einem Mostereiraum, einem ... »Details - 23. Oktober 1955: Georg-Büchner-Preis an Marie Luise Kaschnitz
Der diesjährige Georg-Büchner-Preis wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Literatur an die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz (1901–1974) verliehen. ... »Details - 28. November 1955: Aussprache zu geplanten Kernreaktorbauten im Rhein-Main-Gebiet bei der PreußenElektra in Hannover
Auf der Generalversammlung der Preußischen Elektrizitäts Aktiengesellschaft („Preußen-Elektra“) in Hannover (Niedersachsen) werden Pläne zur Errichtung eines Atomkraftwerkes im Rhein-Main-Gebiet diskutiert. Neben den Vertretern des Stromversorgers, der in Nordhessen zu den wichtigsten Energielieferanten der dort ansässigen Industrie zählt, nehmen Wissenschaftler und der Energiereferent ... »Details - 7. Dezember 1955: Schwere Gasexplosion zerstört Wohnhaus in der Kölner Straße in Frankfurt
Bei einer Leuchtgasexplosion wird in den frühen Morgenstunden in der Kölner Straße 14 in Frankfurt am Main ein erst vor einem Jahr wiederaufgebautes und vor kurzem bezogenes Haus völlig zerstört. Unter den Trümmern des kurz nach halb sechs Uhr in sich zusammenstürzenden Wohnhauses finden 27 Menschen den Tod. Zehn weitere Personen werden schwer verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch ... »Details - 16. Januar 1956: Letzter großer Heimkehrertransport in Herleshausen
In der kleinen Gemeinde Herleshausen (etwa 21,5 km südöstlich von Eschwege und rund 10 km nordwestlich vom Stadtzentrum Eisenachs) trifft mit 474 Personen der letzte große Transport deutscher Kriegsgefangener aus der Sowjetunion ein. ... »Details - 27. Januar 1956: Kasseler Oberbürgermeister Lauritzen lehnt Kassel als Garnisonsstandort ab
Kassels Oberbürgermeister Lauritz Lauritzen (1910–1980) erklärt, dass die Stadt kein Interesse daran habe, wieder Garnisonstadt zu werden. Die Erinnerung an den Zweiten Krieg, als Kassel – bekannt auch als „Panzer- und Tigerstadt“ (wegen der Produktion des Panzerkampfwagens VI „Tiger“ bei der Firma Henschel) – mehr als 80 % seines ursprünglichen Stadtbilds verlor, wirke heute noch ... »Details - 1. Februar 1956: Große wirtschaftliche Probleme durch harten Wintereinbruch
In Hessen ist der härteste Wintereinbruch seit 1928/29 zu beklagen. Auf der Wasserkuppe in der Rhön sinkt die Temperatur bis auf -26 °C. Der plötzliche Temperatursturz sorgt teilweise für Stillstand in den Industriebetrieben des Rhein-Main-Gebietes. Seit dem frühen Mittwochmorgen stockt die Gasversorgung zahlreicher Werke, so unter anderem bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim, sowie den ... »Details - 16. März 1956: Billigung des Soldatengesetzes durch den Bundesrat
Der Bundesrat billigt bei seiner 155. Sitzung, die ausnahmsweise im Schöneberger Rathaus in Berlin stattfindet, das „Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten“ (Soldatengesetz – SG). Das dafür notwendige Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes,0=Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes, vom 19. März 1956, BGBl I, S. 111. das zur Regelung der mit den Streitkräften verbundenen Fragen ... »Details - 31. März 1956: Umsatz der Max Braun oHG in Frankfurt überschreitet 50-Millionen-DM-Grenze
Nach einer in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ veröffentlichten Meldung hat der Umsatz der schwerpunktmäßig in Frankfurt am Main ansässigen Firma Max Braun oHG im Jahr 1955 die 50-Millionen-DM-Grenze überschritten. Der Exportanteil betrug dabei etwa 45 %.0=Im Vorjahr hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass man rund 60 % des deutschen Gesamtexports an Rundfunkgeräten bestreite. Allein ... »Details - 22. April 1956: Volksbegehren in Rheinhessen und im Regierungsbezirk Montabaur für Rückgliederung
In dem bis 1945 zum Volksstaat Hessen gehörenden rheinland-pfälzischen Regierungsbezirk Rheinhessen und im ehemals nassauischen Regierungsbezirk Montabaur finden Volksbegehren statt, die sich für eine Rückgliederung dieser Gebiete an Hessen aussprechen. Beide Gebietsteile waren 1945 der französischen Besatzungszone zugeschlagen worden und damit in dem neugebildeten Land Rheinland-Pfalz ... »Details - 18. Mai 1956: Bundesrat unterstützt hessischen Antrag zur Ablehnung des „Maulkorb“-Paragraphen zur Bundeswehr
Der Bundesrat stimmt mit Mehrheit einem Antrag des Landes Hessen zu, aus dem von der Bundesregierung beschlossenen Entwurf des vierten Strafrechts-Änderungsgesetzes die Bestimmungen des Paragraphen 109 b zu streichen. Dieser Gesetzesteil sah Gefängnisstrafen vor für unwahre oder gröblich entstellte Behauptungen, die zum Ziel hatten, andere vom Wehrdienst abzuhalten oder die Bundeswehr in der ... »Details - 27. Mai 1956: Europapreis des Europarates für die Stadt Offenbach
Offenbach am Main wird als erster deutscher Stadt mit seiner französischen Partnerstadt Puteaux (Departement Seine) der Europapreis des Europarates für besonderes Engagement um die Förderung des europäischen Integrationsgedanken verliehen. Dies teilen am heutigen Tag die zu Arbeitstagungen in Berlin gastierenden Mitglieder des Sonderausschusses für kommunale und regionale Angelegenheiten des ... »Details - 2. Juni 1956: Max Becker neuer Landesvorsitzender der FDP Hessen
Der Landesparteitag der hessischen FDP in Hanau wählt den Hersfelder Bundestagsabgeordneten Max Becker (1888–1960) mit 211 von 213 Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden der FDP. Becker ist damit Nachfolger von August-Martin Euler (1908–1966), der zur Freien Volkspartei gewechselt ist.0=Anfang 1956 waren 16 Abgeordnete der FDP-Bundestagsfraktion aus der Fraktion ausgetreten. Die nach dem ... »Details - 24. Juni 1956: Spielvereinigung Neu-Isenburg deutscher Fußball-Amateurmeister
Mit der Spielvereinigung Neu-Isenburg wird erstmals eine hessische Mannschaft Deutscher Fußballmeister der Amateure. Sie besiegt in Berlin den VfB Speldorf mit 3:2 Toren.(OV) ... »Details - 29. Juni 1956: Großer Zapfenstreich zur Überführung von Bundesgrenzschutz-Angehörigen in die Bundeswehr in Kassel
Aus Anlass des Übertritts von Angehörigen des Bundesgrenzschutz-Kommandos Mitte zum Heer der im Vorjahr offiziell gegründeten Bundeswehr findet am Abend in Kassel vor dem Gebäude Graf-Bernadotte-Platz 50=Der in der Kasseler Bevölkerung in Anspielung auf seine frühere Zweckbestimmung schlicht als „Generalkommando“ bezeichnete Gebäudekomplex wurde in den dreißiger Jahren als ... »Details - 1. Juli 1956: Aufstellung der 2. Grenadierdivision des Heeres der Bundeswehr in Kassel
In Kassel wird die 2. Grenadierdivision des Heeres der Bundeswehr aufgestellt. Sie ist einer der ersten Großverbände, die im Zuge der Wiederbewaffnung und der damit verbundenen Aufstellung der Bundeswehr entstehen. Ein großer Teil des Personals tritt aufgrund des am 30. Mai 1956 in Kraft gesetzten „2. Gesetzes über den Bundesgrenzschutz“ vom Grenzschutzkommando Mitte des ... »Details - 7. Juli 1956: Festakt zum 700. Geburtstag Hessens in Marburg
Mit einem Festakt beginnen in Marburg mehrtägige Feiern zum Anlass des 700. Geburtstages Hessens.(OV) ... »Details - 7.-9. Juli 1956: Delegation aus Eisenach nimmt am zweiten Marburger Brunnenfest teil
Vom 7. bis 9. Juli 1956 wird mit dem 2. Brunnenfest in Marburg das Jubiläum zur 700-jährigen Geschichte des hessischen Territoriums gefeiert. Es solle nicht nur eine Marburger Veranstaltung werden, sondern gar ein „Hessenfest“, da „vor 700 Jahren der erste Landgraf in Marburg seine Herrschaft“1=Marburger Brunnenfest. 7., 8., 9. Juli 1956. 700 Jahre Hessen, S. 3. angetreten habe, betont ... »Details - 10. Juli 1956: Eröffnung des Frankfurter Kreuzes
Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm (1903–1967; DP) weiht das Frankfurter Autobahnkreuz in der Nähe des Rhein-Main-Flughafens ein. Damit entsteht einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte in Deutschland.(OV) ... »Details - 15. Juli 1956: Gründung der Staatlichen Zahlenlotterie in Hessen
In Wiesbaden wird die Staatliche Zahlenlotto GmbH gegründet, nachdem der Hessische Landtag am 20. Juni einen Gesetzentwurf zur Einführung der Zahlenlotterie in Hessen verabschiedet hat.(OV) ... »Details - 8.-12. August 1956: 7. Evangelischer Kirchentag in Frankfurt
In Frankfurt am Main findet der 7. Evangelische Kirchentag statt. Er steht unter dem Motto „Die deutsche Frage“. Zu heftigen Diskussionen führt die Anwesenheit des stellvertretenden Ministerpräsidenten der DDR Otto Nuschke (1883–1957; CDU), der als Repräsentant des die Kirche unterdrückenden Systems der DDR gesehen wird. Mit einem Gottesdienst unter Teilnahme von 500.000 Gläubigen endet ... »Details - 11. August 1956: Meteoritenfall bei Breitscheid
In Breitscheid, etwa acht Kilometer westlich von Herborn in Lahn-Dill-Kreis, geht ein Gewöhnlicher Chondrit (Bronzit-Olivin-Chondrit) mit etwa 1,5 Kilogramm Gewicht nieder. Er schlägt auf einer Wiese ein und verursacht keine Schäden. ... »Details - 17. August 1956: Verbot der KPD und Schließung ihrer Parteiräume in Hessen
Nach dem vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ausgesprochenen Verbot der KPD werden ihre Parteiräume in Hessen polizeilich geschlossen.(OV) ... »Details - 20. September 1956: Tod des Frankfurter Oberbürgermeisters Walter Kolb
Im Alter von 54 Jahren stirbt der populäre Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb (geb. 1902; SPD). Kolb war am 25. Juli 1946 als erster Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main nach dem Zweiten Weltkrieg frei gewählt worden. Er setzte sich engagiert für den Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt, der Paulskirche und des Goethehauses ein. Die Wiederaufnahme der Frankfurter Messe und ... »Details - 22. September 1956: Einweihung der neuen Synagoge in Offenbach
In Offenbach am Main wird die neue Synagoge in der Kaiserstraße eingeweiht, die Platz für 60 Männer und 30 Frauen bietet. Der Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Offenbach, Max Willner (1906–1994), hält die Festrede.(OV) ... »Details - 1. Oktober 1956: Frankfurt beschließt Förderung des Baus von Reaktorforschungseinrichtungen
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main erklärt seine Unterstützung für kernphysikalische Arbeiten in Frankfurt bzw. die Aufstellung eines Siedewasserreaktors an der Universität und beschließt, der Stadtverordnetenversammlung die Bereitstellung städtischer Gelder zur Errichtung von Laborgebäuden zu empfehlen. Die mehrere hunderttausend Mark teuren Bauten sollen zum einen am Standort ... »Details - 12. Oktober 1956: Bundeswehr wieder in Marburg stationiert
Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg begrüßt offiziell die dort stationierten Soldaten der Bundeswehr. Die südwestlich der Kernstadt Marburgs gelegene Tannenbergkaserne wird offiziell am 14. November 1956 durch die Bundeswehr belegt. ... »Details - 20. Oktober 1956: Georg-Büchner-Preis an Karl Krolow
Der Georg-Büchner-Preis wird im Rahmen der jährlichen Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung auf der Mathildenhöhe in Darmstadt an den Schriftsteller Karl Krolow (1915–1999) verliehen. Krolow hat sich nach seinem Studium der Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte als freier Schriftsteller in Göttingen niedergelassen. Als Teil der Künstlerkolonie in Darmstadt ... »Details - 27. Oktober 1956: Demonstration gegen Wiederbewaffnung in Darmstadt
In Darmstadt findet eine Demonstration von Wehrdienstverweigerern gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands statt.(OV) ... »Details - 28. Oktober 1956: Hohe Gewinne der SPD bei den Kommunalwahlen in Hessen
Bei den Kommunalwahlen in Hessen kann die SPD ihren Stimmenanteil gegenüber der Kommunalwahl von 1952 um 8,9 Prozentpunkte steigern und erreicht 47,4 % der abgegebenen Stimmen. Die CDU gewinnt 3,4 Prozentpunkte hinzu und erhält 21,2 % der Stimmen. Verlierer sind der BHE, dessen Anteil von 9,4 % auf 7,9 % sinkt, und vor allem die FDP, deren Anteil von 14,9 % auf 8,7 % zurückgeht. Die Partei ... »Details - 1. November 1956: Gründung des Landschaftsschutzgebietes Hoher Vogelsberg
Große Teile der Hochlagen des Vogelsberges rings um den Oberwald, dem zentralen Teil des Gebirges (Europas größtes geschlossenes Basaltmassiv) werden als „Landschaftsschutzgebiet Hoher Vogelsberg“ unter Schutz gestellt. Die Gründung beinhaltet grundsätzliche Neuerungen gegenüber den früheren Schutzbestimmungen in Landschafts- und Naturschutzgebieten, die bislang immer nur ganz ... »Details - 14. November 1956: Einrücken der ersten Bundeswehreinheiten in Marburg
Die ersten Kompanien der Bundeswehr rücken in ihre Kaserne ein. Marburg ist damit, wie viele andere Städte in Hessen, wieder Militärstandort. Eine offizielle Begrüßung der Bundeswehr findet am 12. Dezember 1956 statt.Vgl. Historische Bilddokumente.(OV) ... »Details - 21. November 1956: Fußball-Länderspiel Deutschland – Schweiz in Frankfurt
Im ersten Fußball-Länderspiel, das nach dem Zweiten Weltkrieg im Land Hessen stattfindet, unterliegt die deutsche Mannschaft im Frankfurter Waldstadion der Mannschaft aus der Schweiz mit 1:3 Toren. Den deutschen Treffer erzielt Hans Neuschäfer (1931–2020; Fortuna Düsseldorf) in der 34. Minute zum zwischenzeitlichen 1:2, der in diesem Spiel zum ersten Mal im Nationaltrikot auflief. Kapitän ... »Details - 26. November 1956: Aufnahme von Ungarn-Flüchtlingen in Hessen
Auf dem Bahnhof der Gemeinde Langenselbold im Kreis Hanau treffen die ersten 83 von insgesamt rund 900 Flüchtlingen aus Ungarn ein, die vom Land Hessen nach dem Scheitern des Volksaufstandes in der unter sowjetischem Einfluss stehenden Volksrepublik aufgenommen werden sollen. Auf dem Bahnsteig des Bahnhofs haben sich neben Mitgliedern des ungarischen Hilfskomitees auch Vertreter der Kirchen und ... »Details - 1957: Errichtung des VW-Zweigwerks in Baunatal
Volkswagen errichtet ein Zweigwerk in Baunatal bei Kassel.(OV) ... »Details - 8. Januar 1957: Wiederaufnahme des Lehrbetriebs für Landwirtschaft in Witzenhausen
Mit der Eröffnung des Lehrbetriebs des Instituts für tropische und subtropische Landwirtschaft in Witzenhausen wird die Tradition der einstigen Kolonialschule in veränderter Form wieder aufgenommen.(OV) ... »Details - 2. Februar 1957: Das „Darmstädter Echo“ berichtet vom Aufbau des Archivs im Kranichsteiner Musikinstitut
Unter der Überschrift „Das Haus im Roquetteweg ist weltbekannt“ berichtet das „Darmstädter Echo“ über den weit vorangeschrittenen Auf- und Ausbau der Bibliothek und des Archivs des 1948 (als „Internationales Musikinstitut“) ins Leben gerufenen „Kranichsteiner Musikinstituts“ für Neue Musik. Demnach stellt die Bibliothek des Instituts mit etwa 10.000 Bänden zur ... »Details - 9. Februar 1957: Eröffnung des Börsensaals in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird der für 1,5 Millionen DM unter der Leitung des Architekten Otto Apel (1906–1966) neu erbaute Saal der Wertpapierbörse feierlich eingeweiht. Zu den Gästen gehören unter anderem Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (1897–1977; CDU), der die Festrede hält, der Präsident des Zentralbankrates der Bank deutscher Länder, Karl Bernard (1890–1972), und der ... »Details - 28. Februar 1957: Ministerpräsidentenkonferenz in Wiesbaden fordert Förderung des technischen Nachwuchses
Auf der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder in Wiesbaden wird eine Entscheidung zur Frage des technischen Nachwuchses gefasst. Die Landes-Spitzenpolitiker (einschließlich des saarländischen Ministerpräsidenten Hubert Ney, 1892–1984, CDU) erklären darin die Ausstattung der technischen Hochschulen und der naturwissenschaftlich ausgerichteten Universitätsfakultäten mit den ... »Details - März 1957: Verlegung der „Kampfgruppe B 2“ der Bundeswehr nach Kassel
Die „Kampfgruppe B 2“ der 2. Grenadierdivision des Heeres der Bundeswehr wird nach Kassel verlegt. Aufgestellt im Juli 1956 aus Teilen der Grenzschutzgruppe 5 (Goslar) des Bundesgrenzschutzes befand sich der Stab der „Kampfgruppe B 2“ zunächst im niedersächsischen Goslar, bevor sie zum 1. September 1956 nach Holzminden (ebenfalls Niedersachsen) verlegt wurde. ... »Details - 11. März 1957: Bundesrat lehnt Gesetz zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz ab
Im Bundesrat stimmt Hessen mit anderen Ländern gegen das am 8. März 1957 vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesetz zur Errichtung einer Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die die Kulturwerte des ehemaligen Landes Preußen zusammenfassen und verwalten soll. Die Länder begründen ihre Ablehnung damit, dass die Stiftung eine Verwaltungstätigkeit des Bundes auf dem Gebiet der Kulturverwaltung ... »Details - 23. März 1957: Bundesarbeitsgericht in Kassel stärkt Gleichberechtigung in Tarifverträgen
Das Bundesarbeitsgericht in Kassel stellt fest, dass das Gleichberechtigungsgesetz auch beim Abschluss von Tarifverträgen gilt. Dementsprechend sind tarifliche Bestimmungen, die für Frauen bei gleicher Tätigkeit einen geringeren Lohn vorsehen als für Männer, nichtig.(OV) ... »Details - 26. März 1957: Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Konkordatsstreit zwischen Bund und Ländern
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts entscheidet im Streit um die Gültigkeit des Reichskonkordats von 1933 gegen die von der Bundesregierung eingereichte Klage gegen die Länder Niedersachsen, Hessen und Bremen. Die Bundesregierung hatte die Auffassung vertreten, dass das am 20. Juli 1933 zwischen dem Vatikan und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich geschlossene Konkordat ... »Details - 31. März 1957: Ende der Beschlagnahme von Wohnhäuser für die Besatzungstruppen in Marburg
In Marburg endet die Zeit der Beschlagnahme von Wohnhäusern für den Bedarf der Besatzungstruppen.(OV) ... »Details - 1. April 1957: Start des Fernseh-Regionalprogramms in Hessen
Der Hessische Rundfunk beginnt mit der Ausstrahlung eines Fernseh-Regionalprogramms.(OV) ... »Details - 1. April 1957: Einrücken der ersten hessischen Bundeswehrrekruten
Die ersten 650 hessischen Bundeswehrrekruten rücken zusammen mit 550 weiteren Wehrpflichtigen aus Rheinland-Pfalz in die Kasernen ein. Sie hatten ihre Einberufungen rund vier Wochen zuvor erhalten. Die Männer werden zunächst ausschließlich auf die einzelnen Waffengattungen des Heeres verteilt; Luftwaffe und Marine decken zur Zeit ihren Bedarf noch mit Freiwilligen1=Am 15./16. Juli 1955 hatte ... »Details - 4. April 1957: Werner Bockelmann neuer Oberbürgermeister in Frankfurt
Der Jurist und SPD-Politiker Werner Bockelmann (1907–1968) wird im Rahmen einer Feierstunde als Nachfolger des am 20. September 1956 verstorbenen Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main, Walter Kolb (1902–1956; SPD), in sein Amt eingeführt. Bockelmann war am 10. Januar von der Frankfurter Bürgerschaftsvertretung einstimmig zum Nachfolger von Kolb gewählt worden. Der im Rahmen einer ... »Details - 12. April 1957: Uraufführung eines Haas-Oratoriums in Kassel
In Kassel wird das Oratorium „Die Seligen“ von Joseph Haas (1879–1960) in Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt. Das Oratorium ist nach Worten der Heiligen Schrift und des Angelus Silesius komponiert. An der Aufführung wirkten neben der Kasseler Staatskapelle unter Leitung von Generalmusikdirektor Paul Schmitz (1898–1992) als Sopran Gladys Kuchta (1915–1998) und als Bariton Ernst ... »Details - 27. April 1957: Eröffnung der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden
Nach knapp einjähriger Bauzeit wird die Rhein-Main-Halle in Wiesbaden eröffnet. Das vollständig in Stahlbeton-Bauweise errichtete Bauwerk wurde nach Entwürfen des Düsseldorfer Architekten Heinrich Rosskotten (1886–1972) gestaltet und ist zum Zeitpunkt seiner Eröffnung eines der modernsten Kongress- und Ausstellungszentren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Kosten für den rund 92.000 ... »Details - 28. April 1957: Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen der Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden
Als eine der ersten Veranstaltungen in den Tags zuvor offiziell eröffneten Rhein-Main-Hallen der Stadt Wiesbaden findet dort die Feier der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zu ihrem 75. Jubiläum statt. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin wurde am 20. April 1882 unter dem Namen „Congress für Innere Medicin“ in Wiesbaden gegründet. Die Veranstaltung bildet gleichzeitig den ... »Details
