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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 21. Oktober 1954: Veröffentlichung des Wahlmanifests der Hessen-SPD
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heinrich Schneider (1905–1980) verkündet, dass die SPD für den Wahlkampf kein Programm, sondern ein Wahlmanifest veröffentlichen werde. Die Partei verweist auf ihre Erfolge in der zurückliegenden Legislaturperiode und kündigt an, dass sie die hessische Wirtschaft weiter unterstützen werde, wie dies auch durch den Hessen-Plan geschehen sei. Zur ... »Details - 21. Oktober 1954: Studentendarlehen in Hessen vorgeschlagen
Das Ministerium für Erziehung und Volksbildung, die Studentenwerke und die Rektoren der hessischen Hochschulen regen beim hessischen Finanzministerium die Einführung von Studentendarlehen in Hessen an. Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, soll dadurch die erfolgreiche Beendigung des Studiums ermöglicht werden. Damit soll verhindert werden, dass die Studenten für ihren ... »Details - 28. Oktober 1954: Zinn lehnt Wiedervereinigung von Mainz mit rechtsrheinischen Vororten ab
Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) lehnt die Wiederherstellung der Einheit der Stadt Mainz mit seinen rechtsrheinischen Vororten Amöneburg, Kastel und Kostheim ab. Dies teilt er seinem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Peter Altmeier (1899–1977; CDU), der einen solchen Vorschlag unterbreitet und einen entsprechenden Staatsvertrag gefordert hatte, in einem ... »Details - November 1954: Heinrich von Brentano in Büdingen
In Büdingen spricht der Bundestagsabgeordnete der CDU Heinrich von Brentano (1904–1964). Hier äußert er sich zur Saarfrage und Pariser Verträgen. Von Brentano wird als künftiger Außenminister der Bundesrepublik gehandelt und stammt aus Hessen.(MB) ... »Details - 1. November 1954: Misstöne zwischen den Oppositionsparteien
Die hessische CDU äußert ihr Missfallen über die Ausfälle der FDP gegen die Union. Ihr Vorsitzender Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) erklärt: ... »Details - 1. November 1954: Schulpolitik wird zum Wahlkampfthema
Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) wendet sich gegen die Forderung der CDU, die im Wahlkampf eine Schulpolitik frei von politischen Ideologien gefordert hatte. Vielmehr sieht der Minister in dieser Forderung einen Angriff auf die Lehrerschaft, da dieser indirekt der Vorwurf „politischer Hörigkeit“ gemacht werde. Ebenso sei das Verlangen, die Gesamtschule mit ... »Details - 4. November 1954: VDK kündigt „Woche der offenen Herzen“ an
Zugunsten von Kriegsversehrten kündigt der Verband der Kriegsbeschädigten (VDK) an, ab dem morgigen Freitag, die einwöchige Sammelaktion „Woche der offenen Herzen“ durchzuführen. Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) unterstützt das Vorhaben, das unter dem Motto „Die Toten mahnen – Vergeßt die Lebenden nicht“, und ruft die hessische Bevölkerung zu Spenden auf. ... »Details - 5. November 1954: Änderung des Sonn- und Feiertagsgesetz beschlossen
In der letzten Sitzung des Hessischen Landtages dieser Legislaturperiode wird die Gesetzesänderung zu Sonn- und Feiertagen in Hessen von der SPD und der CDU gegen die Stimmen der FDP angenommen. Die Freien Demokraten hatten für den Volkstrauertag die Formel „Gedenktag für die Toten beider Weltkriege und des Nationalsozialismus“ eingefordert und dem Volkstrauertag denselben gesetzlichen ... »Details - 10. November 1954: Wahlkampfveranstaltung der FDP in Frankfurt
In Frankfurt am Main spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung der FDP der Bundestagsabgeordnete August-Martin Euler (1908–1966), auf der er die SPD-geführte Regierung Hessens kritisiert. Er betont, dass im Falle eines Wahlsieges der FDP und der Union durch ein Abkommen der beiden Parteien die christlichen Gemeinschaftsschule an die Stelle der Bekenntnisschule treten werde, was den ... »Details - 19. November 1954: Beschwerde über SPD-Wahlplakat
Der Vizepräsident des Hessischen Landtages,Dr. Ernst Schröder (1893–1976; CDU), fordert Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD) auf, den Hauptausschuss einzuberufen. Der Ausschuss soll über einen Antrag Schröders entscheiden, der das Verbot eines SPD-Wahlplakates fordert, auf dem das hessische Landeswappen zu sehen ist. Dieses dürfe nicht für politische Werbung einer Partei ... »Details - 19. November 1954: Strafanzeige gegen die FDP wegen Verleumdung des Wirtschftsministers
Die hessische Staatskanzlei stellt gegen den Landtagskandidaten der FDP, Adam Euler (1919–1971) aus Altengronau, Strafanzeige wegen Verleumdung des hessischen Arbeits- und Wirtschaftsministers Heinrich Fischer (1895–1973; SPD). Die FDP hatte über auf Lastwagen montierte Lautsprecher verkünden lassen, dass der Minister wegen Landesverrats im Zuchthaus gesessen habe. Richtig ist, dass Fischer ... »Details - 19. November 1954: Entschädigung und neue Wohnungen für Besatzungsgeschädigte
Die Landesregierung verkündet, dass bis Ende des Jahres 1.900 neue Wohnungen bezugsfertig sind, für diejenigen, deren Häuser und Wohnungen im Zuge der Besatzung beschlagnahmt worden waren. Zudem wird künftig das Besatzungskostenamt den Ersatz von Gebäuden und beschädigtem Inventar vorschießen, um das Verfahren zu vereinfachen.(MB) ... »Details - 24. November 1954: Georg-Büchner-Preis an Martin Kessel
Der diesjährige Georg-Büchner-Preis wird an den in West-Berlin lebenden Schriftsteller Martin Kessel (1901–1990) verliehen. Dr. Frinz Usinger (1895–1982), Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die den Literaturpreis jährlich verleiht, bezeichnet Kessel in seiner Laudatio als „philosophischen Humoristen und Realitätsromantiker“.0=Frankfurter Allgemeine ... »Details - 25. November 1954: Bundeskanzler Adenauer greift in hessischen Landtagswahlkampf ein
Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) greift über Radio Frankfurt in den hessischen Landtagswahlkampf ein, und greift dort die SPD für ihre Parole der „500.000 Mann in Kasernen“ an, die er der Losung „Ohne Mich“ von 1950 vergleicht. Da viele Argumente im Wahlkampf die Außenpolitik betreffen rechtfertigt Adenauer im Radio eine Einmischung in Hessen.(MB) ... »Details - 26. November 1954: Beflaggung während Landtagswahl
Die Beflaggung aller öffentlichen Gebäude während der Landtagswahl am 28. November wird vom Innenminister angeordnet. Zudem wird am 1. Dezember, dem Tag an dem die hessische Verfassung 1946 in Kraft trat, auch geflaggt werden.(MB) ... »Details - 26. November 1954: Studenten können in Hessen Landtag wählen
In Hessen wird darauf hingewiesen, dass Studenten, die ihren ersten Wohnsitz nicht in Hessen haben, auch an der Landtagswahl teilnehmen können, sofern sie länger als drei Monate ihren zweiten Wohnsitz in Hessen gemeldet haben. Im Wahllokal müssen sie neben ihrem Personalausweis auch ihren Studentenausweis vorlegen.(MB) ... »Details - 28. November 1954: Verlust der absoluten Mehrheit für die SPD bei den Landtagswahlen
Bei der Wahl zum Hessischen Landtag, an der sich 82,1 % der Wahlberechtigten beteiligen, verliert die SPD die bisherige absolute Mehrheit der Sitze. Obwohl die bisher allein regierende SPD 42,6 % der Stimmen erhält und damit gegenüber der Landtagswahl vom 19. November 1950 nur 1,8 Prozentpunkte einbüßt, erhält sie in dem von 80 auf 96 Mitglieder vergrößerten Hessischen Landtag nur 44 Sitze, ... »Details - 28. November 1954: Ehemaliger Ministerpräsident Stock legt Mandat nieder
Bei den Wahlen zum dritten Hessischen Landtag wird der inzwischen 70-jährige ehemalige Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) noch einmal gewählt, legt sein Amt jedoch bereits im Dezember 1954 nieder. ... »Details - 29. November 1954: Parteien zum Landtagswahlausgang in Hessen
Nach der Landtagswahl nehmen die Parteien Stellung zum Ausgang selbiger. Für den Vorsitzenden der FDP, August-Martin Euler (1908–1966), ist der Gesamtdeutsche Block das Zünglein an der Waage für die Regierungsbildung, da weder die SPD noch die Allianz aus CDU und FDP über eine eigene Mehrheit verfügt. Euler hofft, dass sich der Block „im Sinne der Bundeskoalition“ entscheidet. Die SPD ... »Details - 1. Dezember 1954: Frankfurt soll einbehaltene Bezüge bezahlen
Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main ordnet an, dass die verfügte Einhaltung der Hälfte der Dienstbezüge des ehemaligen Frankfurter Obermagistratsrates Dr. Julius Hahn (1892–1970) nichtig ist. Die Stadt Frankfurt muss daher die ausstehenden Bezüge nachzahlen. Hahn war aufgrund des Tatsache, dass er Mitglied de Kommunistischen Partei war und deren Flugschriften verteilt hatte, sowie dem ... »Details - 6. Dezember 1954: Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Gesamtdeutschen Block
In Wiesbaden treffen sich Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und Vertreter des Gesamtdeutschen Blocks, um über eine mögliche Koalition in Hessen zu verhandeln. Der Block soll zwei Ministerposten erhalten, darunter auch den des neu zu schaffenden Flüchtlingsministers. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien seien aussichtsreich, dennoch reden zeitgleich SPD und CDU über ... »Details - 7.-8. Dezember 1954: Zinn lädt CDU zu Gespräch ein
Ministerpräsident Georg August Zinn lädt nach dem Landtagswahl Vertreter der CDU zu einem informatorischen Gespräch ein. Vom geschäftsführenden Vorstand der Union wird diese Einladung am 8. Dezember angenommen. Stattfinden wird das Gespräch Freitag in Wiesbaden. Nicht zu dem Gespräch geladen sind Vertreter der FDP.(MB) ... »Details - 8. Dezember 1954: Gesamtdeutscher Block berät über Koalitionsmöglichkeiten
Der in den Hessischen Landtag gewählte Gesamtdeutsche Block berät fraktionsintern seine Koalitionsmöglichkeiten in Hessen. Der Block hat Gespräche mit der SPD, CDU und FDP geführt. In der Landeshauptstadt wird berichtet, die Entscheidung sei, auch ohne formelle Abstimmung, einstimmig zugunsten der Sozialdemokraten ausgefallen.(MB) ... »Details - 10. Dezember 1954: SPD und CDU beraten mögliche Regierungsbildung
In Wiesbaden treffen sich Vertreter der SPD und der CDU, um über eine mögliche Große Koalition in Hessen zu beraten. Nach dem dreistündigen Treffen gehen die Parteien ergebnislos auseinander, vereinbaren aber weitere Gespräche. Allerdings gibt der Vertreter der CDU, Dr. Erich Großkopf (1903–1977), wenig später bekannt, dass sich seine Partei in der Oppositionsrolle sehe.(MB) ... »Details - 1955: Gründung deutsch-amerikanischer Institute in Darmstadt und Marburg
In Darmstadt und Marburg werden die ersten deutsch-amerikanischen Institute gegründet.(OV) ... »Details - 1955: Hessen wird zum Geberland im Länderfinanzausgleich
Hessen wird im Länderfinanzausgleich der Bundesrepublik zum Geberland.(OV) ... »Details - 1955: Wiedereröffnung des Darmstädter Landesmuseums
Zehn Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und nach geglücktem Wiederaufbau des vom Darmstädter Architekten Alfred Messel konzipierten und 1944 im Bombenhagel bis auf die Grundmauern niedergebrannten Gebäudes, wird das Darmstädter Landesmuseum im Jahr 1955 unter Erich Wiese wiedereröffnet. Die während des Krieges ausgelagerten Sammlungsbestände, die nicht Plünderungen und Diebstahl ... »Details - Januar 1955: Hessischer Forschungsrat geplant
Die Landtagsfraktion der CDU regt die Gründung eines hessischen Forschungsrates an. Vorsitzen soll diesem der Ministerpräsident. Aufgabe des Rates ist es, die Forschungsarbeit an Hochschulen und in der Wirtschaft zu koordinieren. Weitere Mitglieder sollen die zuständigen Ressortminister, die Rektoren der Hochschulen, ausgewählten Hochschulprofessoren, Forschungsexperten der hessischen ... »Details - 3. Januar 1955: Amerikanische Ausstellung „Atome für den Frieden“ propagiert zivile Atomkraftnutzung
Der US-amerikanische Generalkonsul Montagu Pigott eröffnet in Frankfurt am Main die bis Ende des Monats dauernde Ausstellung „Atome für den Frieden“, die den Besuchern die gewinnbringenden Möglichkeiten der friedlichen Nutzung der Atomenergie verdeutlichen soll.(OV) ... »Details - 5. Januar 1955: Streitigkeiten beim Reichsbund der Kriegs- und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen
Der Reichsbund der Kriegs- und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen weist für seinen hessischen Verband den Vorwurf finanzieller Unregelmäßigkeiten entschieden zurück. Der zweite Bundesvorsitzende, Hugo Rasch (1913–1960; SPD), erhebt diese Vorwürfe gegen den beurlaubten Landesgeschäftsführer des Reichsbundes in Hessen, Hermann Recke. Bei einer Kassenprüfung durch einen ... »Details - 5. Januar 1955: Hessische CDU berät weiteres Vorgehen nach der Landtagswahl
Die hessische Union diskutiert nach dem Ausgang der Landtagswahl ihr weiteres Vorgehen. Strittig ist die Frage, ob die Partei zusammen mit der SPD in die Regierung gehen soll, hatte sie doch vor der Wahl das Bündnis mit der FDP ausgerufen. Für den Bundestagsabgeordneten der CDU, Eduard Platner (1894–1980), wäre ein Zusammengehen mit der SPD und dem Gesamtdeutschen Block ein klarer Wortbruch ... »Details - 6. Januar 1955: Personalvorschläge des Gesamtdeutschen Blocks
Der Gesamtdeutsche Block schlägt den Juristen Dr. Walter Preißler (1915–2005) aus Wetzlar als Staatssekretär des Innenministeriums mit dem Ressort für Geschädigtenfragen, das Landesausgleichsamt und das Landesflüchtlingsamt vor. Darauf einigten sich Landesvorstände und die Landtagsfraktion nach zweitägiger Sitzung. Auch Josef Walter (1893–1966) und Klaus Stein (1890–1974) standen in ... »Details - 6. Januar 1955: Bund der Steuerzahler gegen höhere Kirchensteuer
Der Bund der Steuerzahler in Hessen spricht sich gegen die Erhöhung der Kirchensteuer von acht auf zehn Prozent aus. Diese Erhöhung hatte das Kultusministerium mit Wirkung zum 1. Januar ausgesprochen. Der Bund der Steuerzahler erklärt, dass durch die Senkung der Einkommenssteuer, dem Anstieg des Sozialprodukts und der Abschaffung vieler Vergünstigungen, für 1955 mit einem ähnliche ... »Details - 8. Januar 1955: Politische Bildung für Lehrer
In Hessen werden rund fünfzig Lehrer vom normalen Lehrbetrieb freigestellt und besuchen an der Universität Frankfurt am Main für zehn Wochen Kurse zur politischen Bildung. Ursprünglich als zweitägiger Kurs geplant, fand die Aktion derart großen Anklang bei den Lehrern, dass diese sich eine Vertiefung der Materie wünschten. Ermöglicht wird dieser Kurs durch Zusammenarbeit des Frankfurter ... »Details - 11. Januar 1955: Landtagsfraktion der SPD billigt Zinns Kabinett
Die Landtagsfraktion der SPD billigt die von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) vorlegten Vorschläge für die Besetzung der Ministerposten. Dr. Heinrich Troeger (1901–1975) wird weiterhin das Finanzministerium führen, ebenso wie Arno Hennig (1897–1963) das Kultus- und Heinrich Schneider (1905–1980) das Innenministerium. Gotthard Franke (1912–1975) und Gustav Hacker ... »Details - 14. Januar 1955: CDU berät Kurs in der Opposition
Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen mit der SPD und dem Gesamtdeutschen Block in Hessen beraten der Landesvorstand und der Landesausschuss der Partei in Kassel ihr weiteres Vorgehen. Dr. Erich Großkopf (1903–1977) und Dr. Karl Kanka (1904–1974) befürworten eine produktive Mitarbeit der Union an der Landespolitik. Dagegen steht die Meinung, unter anderem vertreten vom ... »Details - 16. Januar 1955: Einweihung der Feldberg-Bobbahn
Die Feldberg-Bobbahn wird mit den Hessischen Bobmeisterschaften eingeweiht. Die Bahn befindet sich am Nordwesthang des Feldbergs und die ersten Rodler werden aus dem Frankfurter Bobclub Taunus stammen. Für die Präparierung der Bahn war die Wetterlage der letzten Tage mit Schnee, Regen und Frost äußerst günstig.(MB) ... »Details - 19. Januar 1955: Vereidigung des zweiten Kabinetts von Ministerpräsident Georg August Zinn
Als Ergebnis der Landtagswahlen muss Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) eine Koalitionsregierung bilden und dem Gesamtdeutschen Block / Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) zwei Ministerien einräumen. Zinn setzt diese Koalition bis 1967 fort. Bei der Vorstellung des Kabinett spricht sich der Hessischen Landtag mit 50 Stimmen von SPD und GB gegen 44 Stimmen ... »Details - 29. Januar 1955: Sozialdemokraten unterzeichnen „Deutsches Manifest“ gegen Wiederbewaffnung
Bei einer Protestkundgebung in der Frankfurter Paulskirche gegen den Abschluss der Pariser Verträge unterzeichnen Helmut Gollwitzer (1908–1993), Erich Ollenhauer (1901–1963), Gustav Heinemann (1899–1976) und Georg August Zinn (1901–1976) das „Deutsche Manifest“. Sie fordern Vorrang für die Wiedervereinigung Deutschlands als Ziel der Politik gegenüber militärischer Blockbildung ... »Details - 29. Januar 1955: Ablehnung der Pariser Verträge im „Deutschen Manifest“
Oppositionspolitiker, Gewerkschaftsmitglieder und Theologen lehnen im „Deutschen Manifest“ in der Frankfurter Paulskirche die „Pariser Verträge“ von 1954 ab. (hdg)(OV) ... »Details - 19. Februar 1955: Frankfurter Zentralamt für den Fernsprechverkehr
Das „Frankfurter Zentralamt für den Fernsprechverkehr“ nimmt seine Arbeit auf.(OV) ... »Details - 1. April 1955: Erste Landung eines Linienfluges der neugegründeten Lufthansa auf dem Rhein-Main-Flughafen
Die am 6. Januar 1953 zunächst unter dem Firmennamen LUFTAG (Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf) neu gegründete und 1954 (nach dem Erwerb der Markenrechte der in Liquidation stehenden „alten“ Lufthansa) umbenannte Deutschen Lufthansa AG eröffnet mit einem Linienflug Hamburg-München ihren regulären Linienverkehr. Der Flug berührt den Rhein-Main-Flughafen als Heimatflughafen der ... »Details - 29. April 1955: Eröffnung der Bundesgartenschau in Kassel
Nach fast vierjährigen Vorbereitungen wird in der nordhessischen Metropole Kassel die bis zum 16. Oktober dauernde Bundesgartenschau eröffnet. ... »Details - 30. April 1955: Einstellung der letzten Straßenbahnlinien in Wiesbaden
In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden werden die letzten drei verbliebenen Straßenbahnlinien eingestellt. Damit endet die 80-jährige Tradition dieses öffentlichen Verkehrsmittels in der Stadt. In den kommenden Jahren verkehrt allerdings bis 1958 noch eine durch die Stadtwerke Mainz betriebene Straßenbahnverbindung von Mainz über die Theodor-Heuss-Brücke in die nach Wiesbaden ... »Details - 7. Juni 1955: Heinrich von Brentano wird Außenminister im Kabinett Adenauer
Mit Heinrich von Brentano (1904–1964; CDU), der im Kabinett Konrad Adenauers zum neuen Bundesaußenminister bestellt wird, tritt nach Arbeitsminister Anton Storch (1892–1975; CDU) der zweite gebürtige Hesse in die Bundesregierung ein. Bis zu seiner Ernennung wirkte Bundeskanzler Adenauer auch als Außenminister.(OV) ... »Details - 29. Juni 1955: Rathaus in Darmstadt wiederaufgebaut
Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 625-jährigen Jubiläums der Stadtrechtsverleihung an Darmstadt wird Oberbürgermeister Ludwig Engel (1906–1975; SPD) der Schlüssel für das wiederaufgebaute Rathaus überreicht.(OV) ... »Details - 16. Juli 1955: Festliche Eröffnung der ersten Documenta in Kassel
Mit einem Festakt wird in Kassel die erste documenta als „internationale Ausstellung der Kunst des XX. Jahrhunderts“ eröffnet. Sie zeigt 670 Werke von 148 Künstlern. Die parallel zur bereits Ende April 1955 eröffneten Bundesgartenschau (mit standortmäßigem Schwerpunkt in der Kasseler Karlsaue) laufende Ausstellung ist aus einer Idee des Kasseler Hochschullehrers Arnold Bode (1900–1977) ... »Details - 29. August 1955: Erfolgreicher Streik der Henschel-Arbeiter in Kassel
Nach einem einwöchigen Streik für höhere Löhne nehmen die Beschäftigten der Kasseler Henschelwerke wieder ihre Arbeit auf, nachdem ihrem Anliegen entsprochen worden ist.(OV) ... »Details - 2. September 1955: Neugliederungsgutachten des Luther-Ausschusses hebt wirtschaftliche Stärke Hessens hervor
Der Sachverständigen-Ausschuss für die Neugliederung des Bundesgebietes („Luther-Ausschuß“) legt sein Gutachten0=Die Neugliederung des Bundesgebietes. Gutachten des von der Bundesregierung eingesetzten Sachverständigenausschusses, hrsg. vom Bundesminister des Innern, Bonn u. a. 1955. über die Neugliederung der Ländergrenzen vor. Der Ausschuss war am 15. Januar 1952 von der ... »Details - 9. Oktober 1955: Ankunft weiterer Spätheimkehrer aus der Sowjetunion in Herleshausen
Im Grenzort Herleshausen an der hessisch-thüringischen Grenze (nahe Eisenach) treffen um die Mittagszeit mehr als 600 Spätheimkehrer aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft ein. Herleshausen ist ihre erste Station in der Bundesrepublik nach Verlassen der letzten DDR-Grenzstation. Unter den Rückkehrern werden auch rund 20 Männer aus Frankfurt am Main erwartet. Da die Uhrzeit der Ankunft nicht ... »Details
