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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 9. November 1938: Chef der Geheimen Staatspolizei ordnet Vorbereitung zur Festnahme zehntausender jüdischer Bürger an
Das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) in Berlin übermittelt kurz vor Mitternacht ein Fernschreiben, in dem die nachgeordneten Gestapostellen im Deutschen Reich angewiesen werden, im Rahmen der gewaltsamen Übergriffe gegen jüdische Einrichtungen („Reichskristallnacht“) lediglich Plünderungen (sowie besondere Ausschreitungen) zu verhindern und die Verhaftung von 20-30 000 Juden ... »Details - 9. November 1938: Anordnung des Wiesbadener Regierungspräsidenten zur Verhinderung von Ausschreitungen gegen jüdische Bürger und Einrichtungen
Der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden (preußische Provinz Hessen-Nassau) Friedrich Pfeffer von Salomon (1892–1961) ordnet kurz nach 23 Uhr per Funkspruch an alle Polizeidienststellen an1=Zitiert nach Kropat, Kristallnacht in Hessen, S. 74: ... »Details - 10. November 1938: Zerstörung vieler Synagogen in Südhessen durch SA-Trupps
Nach dem Bericht des SA-Brigadeführers in Darmstadt, Karl Lucke, vom 11. November erhielt er am 10. November um 3 Uhr den Befehl des SA-Gruppenführers in Mannheim: ... »Details - 10. November 1938: Zerstörung der Marburger Synagoge durch Brandstiftung der SA
Die Marburger Synagoge an der Universitätsstraße wird durch Brandstiftung der SA völlig zerstört. ... »Details - 10. November 1938: Zerstörung der Synagoge in Herborn
In der Nacht vom 10. auf den 11. November 1938 wird die Synagoge in Herborn zerstört, die sich die jüdische Gemeinde der Stadt 1875 in einem einfachen Fachwerkhaus hinter dem Amtsgericht eingerichtet hatte. Aus zwei 1949 gemachten Zeugenaussagen ergibt sich etwa folgender Hergang: Der Zeuge Vollmer hört am 10. November (beide Zeugen geben irrtümlicherweise den 8. November an) gegen 17.00 Uhr, ... »Details - 10. November 1938: Verwüstung der Synagoge in Bad Nauheim
In Bad Nauheim wird die neue, 1929 eingeweihte Synagoge in der Karlstraße vermutlich durch SA-Trupps beschädigt. Nach den nach 1945 gemachten Angaben gelang es mehreren beherzten Männern das Feuer noch rechtzeitig einzudämmen. Es wird jedoch die gesamte Inneneinrichtung zerstört. Kostbare Gegenstände für den Gottesdienst, die auf dem Altar standen, und wertvolle Teppiche, die jüdische ... »Details - 10. November 1938: Wiesbadener Regierungspräsident gibt „Handlungsfreiheit gegen Eigentum deutscher Juden“
Der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden (preußische Provinz Hessen-Nassau) Friedrich Pfeffer von Salomon (1892–1961) erklärt in Abänderung seiner anders lautenden Anordnung vom Vortag am frühen Morgen des 10. November, kurz nach 6:00 Uhr1=Zitiert nach Kropat, Kristallnacht in Hessen, S. 78.: „An alle!In Abänderung der gegebenen Weisung sind Brandschäden, Plünderungen ... »Details - 11. November 1938: Verbot für jüdische Studenten die Universitäten zu betreten
Reichserziehungsminister Bernhard Rust (1883–1945) gibt den Rektoren der deutschen Universitäten die Anweisung, jüdische Studentinnen und Studenten sofort zu beurlauben und ihnen den weiteren Zutritt zu den Hochschulen zu untersagen. Außerdem wird Juden verboten, „deutsche Schulen“ zu besuchen.(OV) ... »Details - 11. November 1938: Bericht über die Zerstörung der Synagogen in Südhessen durch die SA
Nachdem der Führer der SA-Brigade 50 in Darmstadt, Karl Lucke, bereits am Vormittag des 10. November telefonisch der SA-Gruppenführung in Mannheim den Vollzug des Befehls zur Zerstörung der Synagogen in Starkenburg gemeldet hatte, berichtet er ausführlicher über das Ergebnis der Aktion: ... »Details - 11. November 1938: Propagandistische Darstellung der Pogrome in Frankfurt
Die in Dillenburg erscheinende „Dill-Zeitung“ berichtet in einem propagandistischen Artikel unter der Überschrift „Erhebung gegen Alljuda“ von den antijüdischen Aktionen in Frankfurt. Schon bald nach dem Eintreffen der Nachricht vom Tod des deutschen Diplomaten Ernst vom Rath in Paris habe sich „in allen Teilen der Stadt eine starke Volksbewegung bemerkbar“ gemacht. Tief erschüttert ... »Details - 23. November 1938: Beratungen der deutsch-polnischen Wirtschaftskommission in Frankfurt
Eine deutsch-polnische Wirtschaftskommission schließt ihre Beratungen in Frankfurt am Main ab.(OV) ... »Details - 23. November 1938: Uraufführung eines Schauspiels von Lope de Vega in Gießen
Das Schauspiel „Das Weib des anderen“ von Lope de Vega (1562–1635) in einer Nachdichtung von Hans Schlegel wird im Stadttheater Gießen uraufgeführt.(OV) ... »Details - 24. November 1938: Wetzlarer Bürgermeister dankt der SA für Hilfe bei der Lösung der „Judenfrage“
In Wetzlar spricht Bürgermeister Eugen Kindermann dem Führer der SA-Standarte Hawranke und seiner SA-Standarte seinen besten Dank für ihr Wirken bei den zwei Wochen zuvor organisierten Novemberpogromen. ... »Details - 1939: Infanterie-Ersatz-Bataillon in Marburg
Von 1939 bis gegen Kriegsende ist ein Infanterie-Ersatz-Bataillon in Marburg stationiert.(OV) ... »Details - 4. Januar 1939: Uraufführung eines Hesse-Schauspiels am Staatstheater Kassel
Das Schauspiel „Steinhagen“ von Otto Ernst Hesse (1891–1946) erlebt am Preußischen Staatstheater in Kassel seine Uraufführung. ... »Details - 9. Januar 1939: Lesung aus dem antisemitischen Buch „Hofjuden“ im Reichssender Frankfurt
Peter Deeg (1908–2005), der Autor des antisemitischen Buchs „Hofjuden“, für das unter anderem das nationalsozialistische Hetzblatt „Der Stürmer“ Werbung macht, liest im Reichssender Frankfurt1=Der Reichssender Frankfurt entstand 1934 durch Umbenennung der früheren regionalen Rundfunk-Sendeanstalt Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG (kurz: SÜWRAG). Sein Programm wurde nach der ... »Details - 30. Januar 1939: Uraufführung des Lustspiels „Verliebtes Abenteuer“ von Hans Adler in Wiesbaden
Am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden wird das Lustspiel „Verliebtes Abenteuer“ des österreichischen Schriftstellers und Librettisten Hans Adler (1880–1957) uraufgeführt. Das „Lustspiel in sieben Bildern“ entstand nach einer Idee von Michel Claude. Adler wurde im März 1938 kurzzeitig von der Gestapo inhaftiert, da sich sein Name in einem Verzeichnis „jüdischer ... »Details - 8. Februar 1939: Uraufführung eines Stücks von Schäferdiek in Wiesbaden
Das Stück „Wer ist mit im Spiel?!: Komödie einer Republik“ von Willi Schäferdiek (1903–1993) wird am Deutschen Theater (bis 1935: Preußisches Staatstheater) in Wiesbaden uraufgeführt. Geschildert wird darin die Machtübernahme Napoleons und der Verrat der Französischen Revolution durch die Interessen skrupelloser Geschäftemacher. Frühe Werke Schäferdieks wie zum Beispiel „Mörder ... »Details - 28. Februar 1939: Uraufführung eines Stück von Müller-Scheld in Frankfurt
Am Frankfurter Schauspielhaus wird die „November-Ballade 1632“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) uraufgeführt. ... »Details - 7. März 1939: Stadt Frankenberg erwirbt Judenschule, Synagoge und Judenfriedhof
Die „Frankenberger Zeitung“ meldet, dass die Stadt Frankenberg (Eder) die örtliche Judenschule in der Hainstraße 31, die Synagoge „Am Scharwinkel“ 4, und den jüdischen Friedhof erwirbt.1938 in der Pogromnacht verwüstet ... »Details - 11. März 1939: Kunstausstellung „Ewige Front“ auf der Darmstädter Mathildenhöhe
Zum sogenannten Heldengedenktag beginnt auf der Darmstädter Mathildenhöhe eine Kunstausstellung „Ewige Front“.(OV) ... »Details - 20. März 1939: Uraufführung der Tragödie „Rebellion um Preußen“ von Friedrich Bethge in Frankfurt
Am Frankfurter Schauspielhaus wird die Tragödie „Rebellion um Preußen“ des deutschen NS-Dramatikers Friedrich Bethge (1891–1963) uraufgeführt. Der Fünf-Akter, der mit antipolnischer Propaganda das Schicksal des Deutschen Ordens nach der Schlacht bei Tannenberg am 15. Juli 1410 thematisiert, wird bereits im Laufe des Restmonats März an weiteren deutschen Bühnen gezeigt, so zum Beispiel ... »Details - Frühjahr 1939: Bericht über die Haltung der katholischen deutschen Bischöfe
Der 1. Vierteljahreslagebericht 1939 des Sicherheitshauptamtes der SS behandelt im Abschnitt Politische Kirchen ausführlich die aktuelle Haltung von Kirchenvertretern zum Nationalsozialismus. Der Bericht stellt einleitend fest, das erste Vierteljahr 1939 zeige auf kirchlichem Gebiet weitgehend den Einfluß der außenpolitischen Erfolge des Führers. Für den weltweiten Katholizismus habe der Tod ... »Details - 25. März 1939: Anordnung zur Gründung eines Musikgymnasiums in Frankfurt
Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Bernhard Rust (1883–1945) ordnet an, in Frankfurt am Main das erste deutsche Musische Gymnasium zu gründen. Hintergrund der Initiative ist die Absicht des NS-Regimes, auf diese Weise gezielt politische Einfluss auf die musische Bildung auszuüben. ... »Details - 29. März 1939: Uraufführung einer Oper am Staatstheater Kassel
Am Staatstheater Kassel wird die Oper „Elisabeth von England“ des dänischen Komponisten Paul von Klenau (1883–1946) uraufgeführt. Von Klenau, ein Schüler Max Bruchs (1838–1920), stand den Nationalsozialisten nahe, sodass seine Opern auch in den Jahren 1933 bis 1945 wiederholt aufgeführt wurden. Er beschäftigte sich mit der Zwölftonmusik Arnold Schönbergs (1874–1951), konnte die ... »Details - 3. April 1939: Verkauf der Besitzes der jüdischen Gemeinde Frankfurt
Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt am Main verkauft der Stadt für 1,8 Millionen Reichsmark alle Liegenschaften samt Synagogengrundstücken, Jüdischem Krankenhaus und Philanthropin. Zugleich übereignet sie ihr die vier jüdischen Friedhöfe.(OV) ... »Details - 8. April 1939: Evangelische Landeskirchen nehmen Grundsätze der Deutschen Christen an
Mehrere Evangelische Landeskirchen, darunter die Evangelische Kirche von Nassau-Hessen veröffentlichen eine Erklärung, mit der sie sich zur „nationalkirchlichen Einung Deutscher Christen“ bekennen.(OV) ... »Details - 16. April 1939: Reichsjugendführer Baldur von Schirach in Fulda
Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974) weiht von Fulda aus 64 weitere Jugendherbergen ein.(OV) ... »Details - 5. Mai 1939: Uraufführung der Oper „Die Rose vom Liebesgarten“ in Frankfurt
Am Opernhaus in Frankfurt am Main wird die Oper „Die Rose vom Liebesgarten“ in einer Neufassung uraufgeführt. Das von Bildern des Jugendstil- und Landschaftsmalers Hans Thoma (1839–1924) inspirierte Schauspiel entstand in den Jahren 1897 bis 1900 in einer Zusammenarbeit des Komponisten Hans Pfitzner (1869–1949) mit dem Dichter James Grun (1868–1928). Für die Inszenierung der „Rose ... »Details - 13. Mai 1939: Hessinnen und Hessen auf der Irrfahrt der St. Louis
Am 13. Mai 1939 legt das Passagierschiff St. Louis der Hamburger Reederei HAPAG in Hamburg mit dem Ziel Kuba ab. Auf dem Schiff befanden sich ausnahmslos deutsche Jüdinnen und Juden, die – ausgestattet mit Touristenvisa – auf diesem Wege dem NS-System entkommen wollten. Die Reise wurde zu einer Irrfahrt: Nachdem Kuba kurzfristig die Einreiseregelungen geändert hatte, durften dort nur 29 der ... »Details - 14. Mai 1939: Holzhausen im Kreis Biedenkopf wird Gaumusterdorf
NSDAP-Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) verleiht der Gemeinde Holzhausen (Holzhausen am Hünstein, ehem. Kreis Biedenkopf) den „Ehrentitel Gau-Musterdorf“. ... »Details - 29. Mai 1939: Verurteilung einer Hausangestellten zur Abschreckung gegen Arbeitsvertragsbruch
In Hessen wird eine Hausangestellte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie ihren Arbeitsvertrag gebrochen haben soll. Das Urteil wird damit begründet, dass jetzt jeder Arbeiter und Angestellte ein Soldat der Volksgemeinschaft sei und deshalb seine Stellung halten müsse.(OV) ... »Details - 4. Juni 1939: Rede Hitlers auf dem „1. Großdeutschen Reichskriegertag“ in Kassel
Mit einer Rede des deutschen „Führers und Reichskanzlers“ Adolf Hitler (1889–1945) beginnt der Hauptveranstaltungstag auf dem „Großdeutschen Reichskriegertag“ des NS-Reichskriegerbunds (NSRKB) in der nordhessischen Großstadt Kassel.0=Offiziell wird der Großdeutsche Reichskriegertag 1939 vom 3. bis 5. Juni veranstaltet. Hitler nimmt zum ersten Mal am Reichskriegertag teil, der jetzt, ... »Details - 4. Juni 1939: Die Hockey-Herren des TSV Frankfurt-Sachsenhausen werden deutscher Meister
Durch einen 1:0-Sieg über den Berliner Hockey Club wird die Hockeyabteilung (Herren) des TSV Sachsenhausen 1857 deutscher Meister im Feldhockey. Der Titelgewinn ist der Höhepunkt einer 1932 beginnenden Erfolgsserie, in der die Hockeyspieler des TSV Sachsenhausen 1857 bis Kriegsende 1945 insgesamt achtmal Hessenmeister werden und sechs mal im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft stehen. 1943, ... »Details - 5. Juni 1939: Uraufführung des Schauspiels „Katharina von Medici“ von Rino Alessi in Kassel
Die deutsche Fassung des Schauspiels „Katharina von Medici“ des italienischen Journalisten („L'Avanti“) und Leiters des Teatro Piccolo in Triest, Rino Alessi (1885–1970), feiert am Preußischen Staatstheater in Kassel Premiere. Das Drama in vier Akten (fünf Bildern) ist in einer deutschen Bearbeitung 1938 im Capitol-Verlag erschienen. Alessi, ein Schulfreund des italienischen Diktators ... »Details - 10. Juni 1939: Uraufführung der Oper „Arzt wider Willen“ am Staatstheater Kassel
Am Preußischen Staatstheater in Kassel erlebt die Oper „Arzt wider Willen“ (italien. iIl medico suo malgrado) von Alberto Donini (1887–1961) mit Musik des itallienischen Komponisten Salvatore Allegra (1897–1993) in einer deutschen Übersetzung von Heinz Becker-Trier ihre Uraufführung. Alberto Donini schrieb die Kurzoper frei nach dem gleichnamigen Stück des französischen Dichters ... »Details - 17. Juni 1939: Aufsehen bei der Hinrichtung des aus Frankfurt stammenden Mörders Eugen Weidmann in Versailles
Die öffentliche Hinrichtung des wegen sechsfachen Mordes verurteilten Eugen Weidmann (1908–1939) aus Frankfurt-Sachsenhausen mit der Guillotine verursacht in Versailles einen Volksauflauf. Die französische Regierung ordnet daher an, Todesurteile künftig nicht mehr öffentlich zu vollstrecken.(OV) ... »Details - 22. Juni 1939: Vorbereitungen zum Angriff auf Polen laufen an
Adolf Hitler (1889–1945) gibt ergänzende Anweisungen zum geplanten Angriff auf Polen, der spätestens am 1. September beginnen soll. Die Aktion läuft unter dem Decknamen „Fall Weiß“. Nach diesen Anweisungen sollen Reservisten ohne öffentliche Mobilmachung zu Herbstübungen herangezogen und Fahrzeuge und Pferde requiriert werden.(OV) ... »Details - 6. Juli 1939: Eröffnung der ersten Kunstausstellung der SA in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird die erste Kunstausstellung der SA eröffnet.(OV) ... »Details - 12. Juli 1939: Eröffnung des Musischen Gymnasiums in Frankfurt
Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust (1883–1945), eröffnet das Musische Gymnasium in Frankfurt am Main als erste Schule dieser Art im Reich. „Die Geschichte habe das deutsche Volk“, so lautet die offizielle Begründung, „als musikalisch hochbegabt erwiesen“.(OV) ... »Details - 2. August 1939: Anordnung zur Konzentration der jüdischen Bevölkerung in größeren Städten
Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler (1900–1945), ordnet an, die Konzentration der Juden in größeren Städten zu fördern.(OV) ... »Details - 12. August 1939: Weltrekord über 400 Meter in Frankfurter Waldstadion
Im Frankfurter Waldstadion läuft der Dresdner Rudolf Harbig (1913–1944) mit 46,0 Sekunden Weltrekord über 400 Meter.(OV) ... »Details - 26. August 1939: Goethepreis der Stadt Frankfurt an Carl Bosch
Die für den 28. August geplante, festliche Übergabe des Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main an den deutschen Chemiker und Vorsitzenden des Aufsichts- und Verwaltungsrates der I.G. Farben, Carl Bosch (1874–1940) wird vom Frankfurter Oberbürgermeister Friedrich Krebs (1894–1961) unter „Bezugnahme auf die politische Entwicklung“ kurzfristig abgesagt. Einer Neuansetzung der Verleihung ... »Details - 28. August 1939: Rationierung von Lebensmitteln und Benzin
Als Mobilmachungsmaßnahme wird die Rationierung von Lebensmitteln und Benzin eingeführt. ... »Details - September 1939: Baubeginn für das Führerhauptquartier Adlerhorst bei Ober-Mörlen
In Ziegenberg (Langenhain-Ziegenberg; heute Gemeinde Ober-Mörlen) wird mit dem Bau des Führerhauptquartiers Adlerhorst begonnen. Der Bunkerkomplex wird nach Plänen des Architekten Albert Speer von der Organisation Todt gebaut und im August 1940 fertiggestellt. Er soll der Führungsspitze des Reiches dienen und Hitler als Befehlsstelle für die geplante Invasion Englands dienen. Hitler lehnt es ... »Details - 1. September 1939: Sonderausgaben der Zeitungen berichten über den Beginn des Krieges
Sonderausgaben der hessischen Zeitungen melden den Beginn des Krieges gegen Polen.(OV) ... »Details - 1. September 1939: Bad Wildungen wirbt trotz Kriegssituation um Kurgäste
Der Kurort Bad Wildungen wirbt trotz der Zuspitzung der politischen Lage und trotz des Kriegsausbruchs im „Reise- und Bäder-Anzeiger“ mit dem Text: Fern dem Lärm der Welt ... Wird noch die ganze bunte Fülle des gesellschaftlichen Programms geboten.(OV) ... »Details - 3. September 1939: Britisches Flugblatt mit Rede Chamberlains bei Flieden abgeworfen
Ein britisches Flugblatt aus den ersten Tagen des Zweiten Weltkriegs bei Flieden gefunden.(OV) ... »Details - 4. September 1939: Ausweitung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht
Angesichts des Kriegsbeginns wird die „Reichsarbeitsdienstpflicht“ für junge Frauen mit der „Verordnung über die Durchführung der Reichsarbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend“ erweitert.(OV) ... »Details - 5. September 1939: Lehrbetrieb an den hessischen Universitäten wird eingestellt
Bernhard Rust (1883–1945), Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, verfügt in einem Erlass, dass der Universitätslehrbetrieb im kommenden Wintersemester (Beginn: 11. September) nur an einer begrenzten Anzahl von Hochschulen fortgesetzt werden darf, und zwar an den Universitäten in Berlin, Wien, München, Leipzig und Jena und an den Technischen Hochschulen in Berlin und ... »Details
