Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 25. August - 29. September 1946: Erste Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt
    Im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt finden die ersten „Ferienkurse für internationale Neue Musik“ (der Name wird später in „Internationale Ferienkurse für Neue Musik“ geändert) statt. Nachdem die Nationalsozialisten moderne Musik als „entartet“ verfemt und verboten hatten und viele Komponisten und Musiker umbrachten, ins Exil trieben oder mundtot machten, entwickelt der seit ... »Details
  2. 28. August 1946: Der SS-Kriegsverbrecher und „Schlächter von Lyon“ Klaus Barbie wird in Marburg verhaftet
    Der gesuchte Kriegsverbrecher und ehemalige SS-Hauptsturmführer Nikolaus „Klaus“ Barbie (1913–1991) wird am 28. (oder 30.) August in Marburg von einem Angehörigen des amerikanischen Militärs auf offener Straße verhaftet. Ihm gelingt während der Fahrt zu seiner Vernehmung durch einen beherzten Sprung aus dem offenen Jeep die Flucht. Klaus Barbie, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs ... »Details
  3. 28. August 1946: Hermann Hesse erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
    Der Schriftsteller und Maler Hermann Hesse (1877–1962) erhält in Abwesenheit den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main für sein Lebenswerk. Die auf 10.000 Reichsmark festgesetzte Preissumme stellt Hesse nach der Verleihung notleidenden Bekannten zur Verfügung. ... »Details
  4. 5. September 1946: Regelungen der Bizonen-Verwaltung durch die Besatzungsmächte
    Der amerikanische Generalleutnant Lucius D. Clay (1898–1978) gibt bekannt, dass er zusammen mit dem britischen Militärgouverneur Sir Brian Robertson (1896–1974) der Schaffung von fünf deutschen Zentralstellen in der Bizone zugestimmt habe. Dabei soll die Zentralstelle für Finanzen der Bizone in Frankfurt am Main eingerichtet werden. (Tatsächlich erhält Frankfurt aber nicht das zentrale ... »Details
  5. 12. September 1946: Gemeinsame wirtschaftliche Verwaltung der Bizone wird gebilligt
    Die Militärgouverneure der amerikanischen und britischen Besatzungszone billigen den von deutschen Vertretern entworfenen Plan zur gemeinsamen wirtschaftlichen Verwaltung der Bizone. Der Beitritt der französischen und sowjetischen Zone zu dieser Vereinbarung zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich. Nach dem Plan wird die Hauptverantwortung für die wirtschaftliche Verwaltung der beiden Zonen ... »Details
  6. 14. September 1946: Bildung eines Finanzausschusses der Bizone mit Sitz in Frankfurt
    Drei amerikanische und drei britische Delegierte schließen in Hamburg ein Abkommen zur Schaffung eines deutschen Finanzausschusses, der seinen Sitz in Frankfurt am Main haben soll. Sie vereinbaren außerdem die Einrichtung eines Transportamtes der amerikanischen und britischen Zone mit Sitz in Wiesbaden.(OV) ... »Details
  7. 28. September 1946: Vollradser Entwurf als verfassungspolitisches Kompromisspapier
    Als die Verfassungsberatungen in der Verfassungberatenden Landesversammlung wegen der grundsätzlichen politischen Meinungsverschiedenheiten zwischen SPD und CDU zu scheitern drohen, legen die CDU-Abgeordneten Erwin Stein (1903–1992) und Karl Kanka (1904–1974) mit dem sogenannten Vollradser Entwurf „ein auf 118 Artikel gestutztes ‚Organisationsstatut‘ [vor], auf dessen Basis man sich mit ... »Details
  8. 30. September 1946: Abschluss des Verfassungsentwurfs
    Durch „einen echten und später vielfach als vorbildlich empfundenen Kompromiss zwischen den Vorstellungen vor allem von SPD und CDU“0=Kroll, Geschichte Hessens, 2. Aufl., München 2010, S. 89. wird in der Verfassungberatenden Landesversammlung der Abschluss des Entwurfs zur Hessischen Verfassung möglich. Innerhalb von nur vier Stunden handeln drei Vertreter der SPD – Ludwig Bergsträsser ... »Details
  9. 2. Oktober 1946: Verfassungberatende Landesversammlung beschließt Verfassungsentwurf
    Nachdem SPD und CDU einen Kompromiss geschlossen haben, stimmt die Verfassungberatende Landesversammlung mit 69 Ja-Stimmen bei elf Enthaltungen in Zweiter Lesung für den vorgelegten Verfassungsentwurf.(OV) ... »Details
  10. 14. Oktober 1946: Wahlgesetz für den Landtag des Landes Hessen
    Die von der US-amerikanischen Militärregierung am 12.Oktober 1945 eingesetzte Interrimsregierung unter Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) beschließt ein Wahlgesetz für den Landtag des Landes Hessen. ... »Details
  11. 15. Oktober 1946: Verabschiedung des Gesetzes zur Beschaffung von Siedlungsland
    In Hessen wird das Gesetz zur Beschaffung von Siedlungsland und zur Bodenreform verabschiedet. Dadurch können 1947 etwa 44.000 Familien Land für Gärten oder Kleinsiedlungen erhalten.(OV) ... »Details
  12. 16. Oktober-November 1946: Landesausstellung „Hessische Wirtschaft“ in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird die Landesausstellung „Hessische Wirtschaft“ gezeigt. An ihr beteiligen sich Vertreter aus allen vier Besatzungszonen. Zur Ausstellungseröffnung erscheinen unter anderem als Vertreter der US-Militärregierung Oberst James R. Newman (1902–1964), Chef der Landesmilitärregierung für Hessen (OMGH), General William Draper, Leiter der Wirtschaftsabteilung, als Vertreter der ... »Details
  13. 17. Oktober 1946: Beginn der Trümmerräum-Aktion in Frankfurt
    Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD) und Frankfurter Stadtverordnete geben auf dem Römerberg in Frankfurt am Main den Startschuss zur Bürgeraktion Trümmerbeseitigung. Vorausgegangen war ein Aufruf, der die Frankfurter am 9. Oktober 1946 zum freiwilligen Bürgereinsatz („Aktion Bürgereinsatz“) aufforderte. Die im Herbst 1945 gegründete Trümmerverwertungsgesellschaft hatte bis ... »Details
  14. 20. Oktober 1946: Zahl der in Hessen nach dem Befreiungsgesetz erfassten Personen
    Nach einer Meldung der Presseagentur AFP teilt der hessische Minister ohne Geschäftsbereich, Gottlob Binder (1885–1961; SPD), mit, dass im Zuge der Entnazifizierung in Groß-Hessen bisher 745.000 Personen nach dem sogenannten Befreiungsgesetz erfasst worden sind. (OV) ... »Details
  15. 21. Oktober 1946: Start des Schulfunks im Programm von Radio Frankfurt
    Der in Frankfurt am Main ansässige Radiosender Radio Frankfurt (direkter Vorläufer des Hessischen Rundfunks, dessen Aufbau 1948 gesetzlich verankert wird) beginnt mit der Ausstrahlung von Schulfunksendungen als regelmäßigem Programmbestandteil. Zu Beginn wird zunächst nur an vier Wochentagen ein Sendebeitrag des Schulfunkprogramms ausgestrahlt, der an jedem Sendetag zweimal zu hören ist, ... »Details
  16. 26. Oktober 1946: Die Deutsche Allgemeine Nachrichtenagentur geht in deutsche Hände über
    Die Deutsche Allgemeine Nachrichtenagentur (DANA) wird in Bad Nauheim „mit neuer Lizenz als genossenschaftliches Unternehmen“ in deutsche Hände übergeben. Generaldirektor und Chefredakteur wird Wilhelm Necker. Die Gründung der DANA durch die amerikanische Militärregierung diente (ursprünglich) dem Zweck, die neulizensierten deutschen Zeitungen mit Nachrichten zu versorgen, nachdem sie ... »Details
  17. 29. Oktober 1946: Verabschiedung der neuen hessischen Verfassung
    In seinem Schreiben an den Präsidenten der Verfassungberatenden Landesversammlung, Otto Witte (1884–1963; SPD), führt US-General Lucius D. Clay (1898–1978) die Genehmigung der Hessischen Verfassung mit den Worten aus: ... »Details
  18. 29. Oktober 1946: Verschärfung des privaten Grenzverkehrs
    Durch die Kontrollratsdirektive Nr. 43 regeln die Alliierten den Reiseverkehr zwischen den einzelnen Besatzungszonen. Durch die Direktive Nr. 49 vom 23. April 1947 wird diese Verordnung nochmals präzisiert.(MW) ... »Details
  19. 17. November 1946: Gründungskongress der „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes“ in Frankfurt
    Die „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes“ begeht ihren Gründungskongress in der Westendsynagoge in Frankfurt am Main. Zu den ersten Vorstandsmitgliedern zählt auch der Publizist Eugen Kogon (1903–1987), der während der NS-Herrschaft aus politischen Gründen im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war.(OV) ... »Details
  20. Dezember 1946: SPD macht Christian Stock zum Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt
    Nach dem Sieg bei den Landtagswahlen vom 1. Dezember 1946 bestimmt die hessische SPD Christian Stock (1884–1967), einen im Kaiserreich politisch groß gewordenen alten Haudegen der Arbeiterbewegung, der bereits 1919/20 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung gewesen war,0=Mühlhausen, Demokratischer Neubeginn, S. 40 f. zu ihrem Kandidaten für das Amt des hessischen Ministerpräsidenten. ... »Details
  21. 1. Dezember 1946: Volksabstimmung bestätigt Verfassung mit großer Mehrheit
    In Hessen findet die von der amerikanischen Militärregierung geforderte Abstimmung über den am 29. Oktober 1946 beschlossenen Verfassungsentwurf statt. Dabei stimmen 1.156.710 Wähler mit Ja (76,75 % der gültigen Stimmen) und 350.358 (23,25 %) mit Nein. 216.148 Stimmen sind ungültig. Über den Artikel 41 der Verfassung, der die Verstaatlichung der Großbetriebe betrifft, wird gesondert ... »Details
  22. 1. Dezember 1946: Wahlen zum Hessischen Landtag
    Bei den ersten freien und demokratischen Landtagswahlen in (Groß-)Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg erreichen die Parteien bei einer Wahlbeteiligung von 73,2 %0=Vgl. Informationen des Hessischen Statistischen Landesamtes. folgendes Ergebnis:SPD 687.531 Stimmen (42,7 %), 38 MandateCDU 498.158 Stimmen (30,9 %), 28 MandateLDP 252.207 Stimmen (15,7 %), 14 MandateKPD 171.592 Stimmen (10,7 %), 10 ... »Details
  23. 1. Dezember 1946: Überwachung der Grenze der SBZ durch die Deutsche Grenzpolizei beginnt
    Am 1. Dezember wird mit der Aufstellung der Deutschen Grenzpolizei begonnen. Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) sind somit an allen Grenzverläufen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) Truppen stationiert, die die Grenzübergänge bewachen und versuchen, die im Osten Deutschlands lebende Bevölkerung von einem Verlassen der Zone abzuhalten.(MW) ... »Details
  24. 4. Dezember 1946: Umbenennung des Landes in „Hessen“
    Nach der Volksabstimmung über die von der verfassungsberatenden Landesversammlung in Wiesbaden am 29. Oktober 1946 beschlossenen Hessischen Verfassung und der Wahl des ersten Hessischen Landtags am 1. Dezember 1946 erfolgt die Umbenennung des vormaligen „Groß-Hessen“ in „[Land] Hessen“. Die Bezeichnung „Groß-Hessen“ war nach dem am 19. September 1945 durch die amerikanische ... »Details
  25. 8. Dezember 1946: Frankreich lehnt Zusammenschluss der Besatzungszone mit der Bizone ab
    In einem Interview mit der Presseagentur United Press lehnt der Oberkommandierende der französischen Truppen in Deutschland, General Marie-Pierre Koenig (1898–1970), den Zusammenschluss der französischen Besatzungszone mit der am 1. Januar 1947 entstehenden amerikanisch-britischen Bizone ab: ... »Details
  26. 19. Dezember 1946: Konstituierung des 1. Hessischen Landtags in Wiesbaden
    In Wiesbaden tritt der erste frei gewählte Hessische Landtag zusammen. Zum Landtagspräsidenten wählt er Otto Witte (1884–1963; SPD), zuvor bereits Präsident der Verfassungberatenden Landesversammlung. Vizepräsidenten werden Dr. Cuno Raabe (1888–1971; CDU) und Otto Kredel (1891–1974; LDP). Entsprechend dem Ergebnis der Landtagswahl vom 1. Dezember 1946 stellt die SPD 38 Abgeordnete, die ... »Details
  27. 20. Dezember 1946: Wahl von Christian Stock zum Ministerpräsidenten
    Der Hessische Landtag wählt Christian Stock (1884–1967; SPD) mit 58 gegen 29 Stimmen zum Hessischen Ministerpräsidenten. Seine Wahl ist von der breiten parlamentarischen Mehrheit einer Großen Koalition aus SPD (38 Sitze) und CDU (28 Sitze) getragen; wenngleich einige Abgeordnete derselben Stock die Stimme verweigern. ... »Details
  28. 1. Januar 1947: Bildung der Bizone
    Aus der amerikanischen und britischen Besatzungszone in Deutschland wird die sogenannte Bizone gebildet. Ziel ist die Schaffung eines Vereinigten Wirtschaftsgebiets. Die französische Militärregierung war auf das Angebot der Amerikaner, eine solche „gemeinsame wirtschaftliche Verwaltung ohne politische Qualität“0=Mühlhausen, S. 64. zu errichten, ebenso wenig eingegangen wie die sowjetische. ... »Details
  29. 3. Januar 1947: Erhöhung der Löhne im Kohlebergbau
    Die Löhne im hessischen Kohlebergbau werden um 20 % erhöht.(OV) ... »Details
  30. 6. Januar 1947: Ministerpräsidenten Karl Geiler scheidet aus dem Amt
    Am Tag der ersten Regierungserklärung seines Amtsnachfolgers Christian Stock (1884–1967; SPD) und am Vortag der Bestätigung und Vereidigung der neuen Landesregierung hält der von der US-Militärregierung ernannte Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) seine Abschiedsrede vor dem Hessischen Landtag. Als zentrales Handlungsmotiv seiner Regierung benennt er darin die Sorge um die ... »Details
  31. 6. Januar 1947: Erste Regierungserklärung von Ministerpräsident Stock und Vorstellung des Kabinetts
    Der erste frei gewählte Ministerpräsident Hessens, Christian Stock (1884–1967; SPD), gibt seine erste Regierungserklärung vor dem Hessischen Landtag ab. Als Schwerpunkte der künftigen Regierungsarbeit hebt er hervor: die Bewältigung der aktuellen Not, die Verwirklichung der Verfassung, insbesondere von Sozialisierung und Mitbestimmung, und die Überwindung der Erblast des ... »Details
  32. 7. Januar 1947: Bestätigung und Vereidigung der Regierung Christian Stock
    Der Hessische Landtag bestätigt die Regierung des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten Christian Stock (1884–1967; SPD) und wird Zeuge ihrer Vereidigung. Stocks Vorgänger, der von der US-Militärregierung ernannte Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953), wohnt der Zeremonie nicht bei, sondern lässt sich, nachdem er am Vortag seine Abschiedsrede vor dem Hessischen Landtag gehalten ... »Details
  33. 11. Januar 1947: Arbeitsausschuss zur Betreuung der Verfolgten des NS-Regimes
    In Wiesbaden wird ein Arbeitsausschuss zur Koordinierung der in Hessen gebildeten Betreuungsstellen für die Verfolgten des NS-Regimes gebildet. Er vertritt rund 7.500 zwischen 1933 und 1945 aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen verfolgte Personen. So hilft er ihnen bei der Versorgung mit Wohnraum, Lebensmitteln und Bekleidung sowie der Durchsetzung von Ansprüchen auf staatliche ... »Details
  34. 19. Januar 1947: Wahl des ersten jüdischen Gemeinderats in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird der erste jüdische Gemeinderat gewählt. Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt wurde nur wenige Wochen nach der Befreiung der Stadt durch die US-Armee (29. März 1945) im Juli 1945 von dem aus Theresienstadt zurückgekehrte Rabbiner Leopold Neuhaus (1879–1954) wiederaufgebaut. Ihre erste Nachkriegssatzung gibt sich die Gemeinde am 1. Februar 1948; 1949 nimmt sie den ... »Details
  35. 20. Februar 1947: Freigabe des Bad Homburger Stadtwalds zum Holzeinschlag
    Wegen des strengen Winters gibt die Stadt Bad Homburg für ihre Bürger den Stadtwald zum Holzeinschlag frei. Diese Maßnahme ist nur ein lokales Beispiel für die überall in Hessen und ganz Deutschland aufgrund der kritischen Versorgungslage im kalten Winter 1947 freigegebenen Abholzung: Heizmaterial wird zur Mangelware, vielerorts sind die oft aus der Vorkriegs- und Kriegszeit stammenden ... »Details
  36. 10. März 1947: Erste deutsch-amerikanische Besatzungsheirat
    In Frankfurt am Main wird die erste Heirat zwischen einem US-Soldaten und einer Deutschen von der US-Militärregierung genehmigt, und zwar für die 21-jährige Erika Schaefer aus Frankfurt am Main und den 27-jährigen Zivilangestellten der Militärregierung Peter Rupeka aus Hemstead/New York. Sie hatten sich im Frankfurter Zoo kennen gelernt. Die Trauung wird am 27. März stattfinden.Zehn weitere ... »Details
  37. 21. März 1947: Urteile im Euthanasie-Prozess in Frankfurt
    Das Landgericht Frankfurt am Main spricht die Urteile im dritten „Euthanasie“-Prozess gegen 26 Ärzte und Mitarbeiter der „Tötungsanstalt“ Hadamar. Gegen den früheren Anstaltsdirektor Dr. Adolf Wahlmann (1876–1956) und den ehemaligen leitenden Arzt Dr. Hans Bodo Gorgaß (1909–1993) ergeht wegen Mordes in 900 bzw. 1.000 Fällen die Todesstrafe. Neun weitere Angeklagte – darunter ... »Details
  38. 28. März 1947: Allgemeine Schulpflicht in Hessen auf neun Jahre verlängert
    Die allgemeine Schulpflicht wird durch Gesetz auf neun Jahre verlängert.(OV) ... »Details
  39. April 1947: Zusatzmahlzeit für Kinder und Jugendliche aus US-Armeebeständen
    Angesichts der katastrophalen Versorgungslage werden im Rahmen des „Hoover-Plans“ aus amerikanischen Armeebeständen Nahrungsmittel ausgegeben, sodass in Hessen täglich 300.000 Kinder und Jugendliche in der Schule eine Zusatzmahlzeit im Wert von 350 Kalorien erhalten können.Dennoch bleibt die Situation so angespannt, dass US-Oberst James R. Newman (1902–1964) das deutsche Volk noch im Mai ... »Details
  40. 17. April 1947: Katastrophale Versorgungslage in Hessen
    Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) berichtet auf einer Pressekonferenz über die katastrophale Versorgungslage. Die Lebensmittelvorräte hielten lediglich noch für zwei Wochen vor. Der Flüchtlingsstrom aus Ostmitteleuropa verschärft die Engpässe zusätzlich. So liegt die Nahrungsration in Darmstadt pro Person und Woche bei 500 Gramm Brot, 150 Gramm Fleisch und 50 Gramm Butter – ... »Details