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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 26. September 1909: Verhandlungen der Nationalliberalen in Darmstadt über Fraktionsaustritte
In Darmstadt verhandelt eine Parteiversammlung der Nationalliberalen Partei über die Austritte der beiden Reichstagsabgeordneten Cornelius Wilhelm Freiherr von Heyl zu Herrnsheim (1843–1923) und Waldemar Graf von Oriola (1854–1910), die Wahlkreise in Hessen-Darmstadt vertreten haben, aus der Reichstagsfraktion. Grund des Austritts war für beide Abgeordnete, dass ihnen bei der Entscheidung ... »Details - 27. September 1909: Parteitag der Christlich-Sozialen Partei in Darmstadt
Die Christlich-Soziale Partei hält ihren (reichsweiten) Parteitag in Darmstadt. Dabei wird ein neues bzw. geändertes Programm der Partei beraten und beschlossen.(OV) ... »Details - 26. Oktober 1909: Einweihung des Landesdenkmals zwischen Wiesbaden und Biebrich
Zur Erinnerung an den letzten Nassauer Herzog Adolph I. von Luxemburg (1817–1905) wird in Beisein der großherzoglichen Familie zwischen Wiesbaden und Biebrich ein Landesdenkmal eingeweiht. Im Anschluss lädt die Großherzogin-Regentin von Luxemburg Marie-Adelheid (1894–1924) zum Empfang im Biebricher Schloss. Das Monument entstand aus dem Wunsch der Bürger heraus, dem nach der Annexion des ... »Details - 30. Oktober 1909: Tod des Verlegers und Reichstagsabgeordneten Leopold Sonnemann
Der Gründer der „Frankfurter Zeitung“, Verleger und Bankier und frühere Reichstagsabgeordnete Leopold Sonnemann (1831–1909) stirbt in Frankfurt am Main. ... »Details - 31. Oktober 1909: Unfall mit einer Dampfstraßenbahn in Darmstadt
Zwischen Darmstadt und Griesheim stößt die Dampfstraßenbahn mit einem Auto zusammen. Drei Menschen kommen dabei ums Leben.(OV) ... »Details - 20. November 1909: Eröffnung des Betriebs der elektrischen Straßenbahn in Gießen
In der Universitätsstadt Gießen wird der Betrieb der neu errichteten elektrischen Straßenbahn feierlich eröffnet. Die Straßenbahn ersetzt die seit 15 Jahren in der Stadt verkehrenden Pferdeomnibusse, die ihre Abschiedsfahrt am 1. Dezember 1909 absolvieren.0=Damit erfolgt die Ablösung des Nahverkehrbetriebs mit Pferdefahrzeugen durch elektrifizierte Fahrzeuge in Gießen erst einige Jahre nach ... »Details - 11. Dezember 1909: Feiern des Judith-Festes in Darmstadt
In Darmstadt feiern mehr als 700 „akademische“ Zivilbeamte des Großherzogtums erstmals nach 15-jähriger Pause wieder das sogenannte Judithfest. Die zur zwanglosen Pflege der Kameradschaftlichkeit gedachte Veranstaltung wurde erstmals am 10. Dezember 1859 als Fest des Beamtennachwuchses, der Akzessisten (der Anwärter auf eine Stelle im Justiz- oder Verwaltungsdienst) begangen. Traditionell ... »Details - 22. Dezember 1909: Werbung mit der neuen Trinkkuranlage in Bad Nauheim
Der Kurverwaltungsausschuss in Bad Nauheim beschließt, auf einer für 1911 geplanten „Internationalen Ausstellung für Reise und Fremdenverkehr“ mit der kurz vor ihrer Verwirklichung stehenden neuen Trinkkuranlage zu werben. ... »Details - 31. Dezember 1909: 1. Internationaler Flugzeugführerschein für August Euler
Der Unternehmer und Flugpionier August Heinrich Euler (1868–1957) besteht als erste Person vor der Sportkommission des Deutschen Luftfahrerverbandes die Prüfung zum Flugzeugführer und erhält den Internationalen Flugzeugführerschein der „Fédération Aéronautique Internationale“ (FAI) Nr. 1 in Deutschland0=Die Fédération Aéronautique Internationale (FAI, dt. „Internationale ... »Details - 1910-1913: Übersiedlung von Juden aus Polen nach Offenbach
In den Jahren 1910 bis 1913 siedeln rund 1.100 Juden aus den österreichischen und russischen Teilen Polens nach Offenbach am Main über.(OV) ... »Details - 8. Januar 1910: Versammlung fordert Übertragung des Reichswahlrechts auf Preußen
In Frankfurt am Main tritt eine Versammlung des Nationalsozialen Wahlvereins, des Demokratischen Vereins und des Vereins der Fortschrittsparteien zusammen. Die Versammlung nimmt eine Resolution an, mit der die Übertragung des Reichswahlrechts auf Preußen und eine Neubegrenzung der Wahlkreise nach der Bevölkerungszahl gefordert wird.(OV) ... »Details - 19. Januar 1910: Hessische Regierung beschließt Schuldentilgung durch Eisenbahneinnahmen
Die Regierung des Großherzogtums Hessen beschließt, die Schulden dadurch zu tilgen, dass sie die Einnahmen aus den Eisenbahnen vom Staatshaushalt abtrennt und vorrangig für die Schuldentilgung verwendet.(OV) ... »Details - 21. Januar 1910: Finanzminister des Großherzogtums gibt Erklärung zur Verwaltungsvereinfachung ab
Der Finanzminister des Großherzogtums Hessen, Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) gibt im Finanzausschuss der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags (Landstände des Großherzogtums Hessen) und in der Presse eine Erklärung zu den Verdächtigungen einiger Mainzer, Wormser und Darmstädter Zeitungen ab, er habe über die beantragte Vereinfachung der Staatsverwaltung „seinen Spott getrieben“. ... »Details - Ende August 1910: Marburg Theologe Martin Rade wendet sich gegen antidänische Politik
Der Marburger Theologe und Herausgeber der Zeitschrift „Christliche Welt“, Prof. Dr. Martin Rade (1857–1940), wendet sich gegen die aggressive antidänische Politik Preußens, insbesondere gegen die aus seiner Sicht ungerechtfertigte Ausweisung des dänischen Historikers Hans Victor Clausen und befürwortet die Gründung eines „Vereins zum Schutze der deutschen Ehre in der deutschen ... »Details - 15. Februar 1910: Diskussionen über Haushalt 1910 im Hessischen Landtag
Die Finanzausschüsse beider Kammern des Hessischen Landtags diskutieren in einer gemeinsamen Sitzung die Vorschläge des Finanzausschusses der Ersten Kammer zur Sanierung der hessischen Finanzen und den Entwurf für den Haushalt 1910. Beide Vorlagen werden zum Teil heftig kritisiert. Die Vorlage des Finanzausschusses der Ersten Kammer erklärt den Entwurf der Zweiten Kammer betreffen einen ... »Details - 17. Februar 1910: Proteste gegen Universitätsgründung in Frankfurt
In der Universitätsstadt Marburg protestieren Studenten (vergeblich) gegen die geplante Gründung einer Universität in Frankfurt am Main, die als Bedrohung für die Marburger Universität gesehen wird. ... »Details - 17. Februar 1910: Blutige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei in Frankfurt
In Frankfurt am Main finden fünf sozialdemokratische Protestveranstaltungen gegen das Vorgehen der Polizei am sogenannten Wahlrechtssonntag statt. Es kommt zu Zusammenstößen, wobei zahlreiche Demonstranten und Polizisten verletzt werden. ... »Details - 25. Februar 1910: Rücktritt des hessischen Finanzministers Gnauth
Der Großherzoglich Hessische Finanzminister Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) tritt zurück, weil der Finanzausschuss der beiden Kammern des Hessischen Landtags (Landstände des Großherzogtums Hessen) am Vortag einem von ihm vorgelegten Entwurf eines Amortisationsgesetzes nicht zugestimmt hatte, mit dessen Hilfe eine Tilgung der Staatsschuld mit jährlich 3/5 % (0,6 %) in 56 Jahren ermöglicht ... »Details - 26. Februar 1910: Dr. Ernst Braun neuer Finanzminister im Großherzogtum Hessen
Nach dem Rücktritt des hessischen Finanzministers Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) am 25. Februar übernimmt der bisherige Innenminister Dr. Ernst Albrecht Braun (1857–1916) das Amt des Finanzministers. An seiner Stelle wird der bisherige Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen, Friedrich Hombergk zu Vach (1857–1935), Innenminister.(OV) ... »Details - 27. Februar 1910: Großkundgebung zur Wahlrechtsfrage in Frankfurt
An einer Großkundgebung zur Wahlrechtsreform, die von der SPD, der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) und anderen demokratischen Verbänden auf der Hundswiese in Frankfurt am Main veranstaltet wird, nehmen 60.000 Menschen teil. Dazu hat möglicherweise auch beigetragen, dass die Polizei gegen Kundgebungen und Protestzüge der SPD am 13. und 17. Februar mit Gewalt gegen die Demonstranten ... »Details
