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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Studentische Tumulte bei Wahlkundgebung des Bundes der Deutschen in Marburg, 21. Juli 1953
In Marburg kommt es auf einer Wahlkundgebung zu studentischen Tumulten. Rund 300 Studenten unterschiedlichster politischer Richtung fordern den Abbruch der Veranstaltung. Anlass dieser Forderung ist die Rede des Professors Georg Herrmann, der den 17. Juni als einen „Ausdruck der deutschen Not“ bezeichnet. Herrmann spricht sich gegen die Inszenierung des Tages als „Heldentag“ und den Propagandarummel aus. Diese Worte führen zu Pfiffen und Lärm seitens der Studenten. Der Versammlungsleiter bricht die Veranstaltung daraufhin ab. Die Studenten singen anschließend auf den Stühlen stehend die dritte Strophe des Deutschlandliedes. Die Polizei räumt letztendlich den Saal.
(MB)
- Belege
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.7.1953, S. 3
- Empfohlene Zitierweise
- „Studentische Tumulte bei Wahlkundgebung des Bundes der Deutschen in Marburg, 21. Juli 1953“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/4270> (Stand: 21.7.2025)
