Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Forderung einer Reform der Kirchenverfassung in Darmstadt, 21. Februar 1870
Bereits am 25. März 1848 forderte Großherzog Ludwig III. (1806–1877) eine „zeitgemäße Entwicklung der inneren Verfassung der evangelischen Kirche“ durch eine neue Verfassung, sodass Nichtgeistliche politisch gleichgestellt werden würden. Zum Luther-Jubiläum gründeten sich Protestantenvereine, die am 21. Februar 1870 einen „Landesausschuss für die kirchlichen Angelegenheiten“ in Darmstadt formiert, der über die Demokratisierung debattierte und eine Kirchenreform fordert. Ab 1871 waren Kirchenvorstände gewählt und 1872 die Dekanatssynode gebildet worden, wobei Letztere am 25. März 1873 erstmals tagte. Ab dem 6. Januar 1874 galt schließlich die „Verfassung der evangelischen Kirche des Großherzogtums Hessen“, die im Oktober 1873 durch die Landessynode am großen Protestantentag in Worms beschlossen wurde.
(StH)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 258; 260
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Martin Luther (eingesehen am 4.3.2022); Wikipedia: Synode (evangelische Kirchen) (eingesehen am 4.3.2022); Wikipedia: Oberkonsistorium der Evangelischen Landeskirche Hessen (eingesehen am 4.3.2022);
- Empfohlene Zitierweise
- „Forderung einer Reform der Kirchenverfassung in Darmstadt, 21. Februar 1870“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6570> (Stand: 13.8.2024)
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