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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Ende der Zunftverfassung im ehemaligen Kurhessen, 9. April 1867
Am 16. Februar 1866 wurden die zwölf noch bestehenden Zünfte im Großherzogtum Hessen aufgrund der „Beschränkungen des freien Gewerbebetriebs“ aufgelöst. Das Zunftvermögen der 73 Metzgermeister wurde auf den privatrechtlichen „Metzgerverein“ übertragen, ähnlich den Schuhmachern im Rahmen einer genossenschaftlichen „Bruderschaftskasse“.
Am 9. April 1867 wird durch die Annahme der preußischen Gewerbeordnung auch die Zunftverfassung im ehemaligen Kurhessen aufgehoben. In Nassau galt eine volle Gewerbefreiheit seit 1814, die Freie Stadt Frankfurt folgte im Jahr 1864.
(StH)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 255, 257
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Zunft (eingesehen am 27.2.2022)
- Empfohlene Zitierweise
- „Ende der Zunftverfassung im ehemaligen Kurhessen, 9. April 1867“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6526> (Stand: 9.4.2025)
