Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung der Schiffsbrücke in Worms, 14. Juni 1855
In Anwesenheit von Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein (1806-1877) wird am 14. Juni 1855 die Wormser Schiffsbrücke zwischen Worms und dem Fähranleger Rosengarten eingeweiht. Die Einrichtung der auf schwimmenden Booten ruhenden Brücke ging auf die Initiative des Wormser Gemeinderatsmitglieds und Gymnasiallehrers Dr. Johann Friedrich Eich (1812–1879), zurück. 1852 hatte er bei den Landständen des Großherzogtums den Bau der Brücke beantragt, um die durch die zunehmende Industrialisierung notwendige Querung des Rheins zu erleichtern. Die Brücke musste allerdings mehrfach am Tag für den Schiffsverkehr geöffnet werden und wurde im Winter bei Eisgang gänzlich entfernt.
Ab etwa 1880 wurde deshalb intensiv über den Bau einer festen Straßenbrücke diskutiert. Im Mai 1897 begann der Neubau nach den Plänen des Stadtbaumeisters Karl Hofmann. Die mit einem dekorativen Brückenturm versehene, nach dem Großherzog benannte Straßenbrücke wurde am 26. März 1900 eingeweiht (ab 1951 unter dem Namen Nibelungenbrücke), die Schiffsbrücke wurde anschließend abgebaut.
(UH)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Einweihung der Schiffsbrücke in Worms, 14. Juni 1855“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7843> (Stand: 28.10.2026)
