Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Versammlung hessischer Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen, 14. Juni 1848
Am 14. Juni 1848 treffen sich hessische Volksschullehrer in Friedberg zur ersten Generalversammlung des hessischen Volksschullehrerstandes. Die Versammlung beschließt die Gründung des Hessischen Volksschullehrervereins.
Eine Petition an die Frankfurter Nationalversammlung enthält folgende Forderungen: 1. Schule als Staatsaufgabe, 2. Bildung eines speziellen Kulturministeriums, 3. Einheitliches Volksschulwesen für die gesamte Nation, 4. Trennung von Kirche und Schule, Freiheit des Unterrichtes, 5. Abschaffung der Konfessionsschulen und Gründung von Kommunalschulen, 6. Bildungsrecht für alle; 7. Anerkennung der Lehrer als Staatsbeamte u. a.
Im März 1849 gehören rund 500 Lehrer dem Verein an, der sich in die Landespolitik mit Vorschlägen zur Verbesserung der Lage der Lehrer und Schulen einbringt. Am 28. Dezember 1850 werden durch das Ministerium des Inneren alle Lehrervereine verboten. Das Verbot besteht bis 1868.
(RKr)
- Belege
- Hannes Bressler, Das Volksschulwesen in Südhessen zwischen 1803 und 1874, Diss. Frankfurt am Main 1969, S. 72-87
- Empfohlene Zitierweise
- „Versammlung hessischer Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen, 14. Juni 1848“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6367> (Stand: 14.6.2025)
