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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Berichte über Schikanen und Diskriminierungen an Juden in zahlreichen Orten, August 1935

Im Deutschland-Bericht für den August 1935 stellt der Exilvorstand der SPD zahlreiche Fälle von Schikanen und Diskriminierungen von Juden in zahlreichen Orten und Regionen des Reichs zusammen. Darunter sind auch zahlreiche Beispiele aus Hessen. So verbietet zum Beispiel die Stadt Schotten den Zuzug und untersagt den Verkauf von Grund und Boden an Juden. 500 Geschäfte, Gaststätten und Cafes im Kreis Alsfeld zeigen Schilder mit der Aufschrift „Juden unerwünscht“. Der Viehmark in Fulda ist „judenrein“ geworden. In unzähligen Gemeinden sind die Badeeinrichtungen für Juden verboten, sind „Rassenschänder“ in Schutzhaft genommen, verprügelt, herumgeführt und ins Konzentrationslager geschleppt worden. [...] In Mainz-Bischofsheim werden denjenigen, die mit Juden verkehren, die Gemeindeäcker gekündigt, Geschäftsleuten aus Nidda, Auerbach u. a. Orten, die sich mit Juden einlassen, werden städtische Aufträge entzogen..
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Berichte über Schikanen und Diskriminierungen an Juden in zahlreichen Orten, August 1935“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/3934> (Stand: 19.11.2025)
Ereignisse im Juli 1935 | August 1935 | September 1935
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