Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Nassauischer Landtag wird auf unbestimmte Zeit verschoben, 2. Mai 1831
Am 22. Februar 1831 findet sich der Nassauische Landtag in Wiesbaden zusammen, um über die Eigentumsrechte der nassauischen Domäne zu tagen, worunter auch die kurmainzischen Gebiete im Rheingau fallen. Durch einen Streit wird der Landtag jedoch auf unbestimmte Zeit verlegt. Schon beim ersten Treffen des Landtages im Jahr 1818 zählten die Deputierten die Domanialvermögen zum Staatseigentum dazu. Nun werden für den Herzog Wilhelm (1792–1839) aufgrund seiner Abgaben Entschädigungen gefordert. Allerdings wurde durch Georg Herber (1763–1833), Präsident der Deputiertenkammer, der Streit mit dem Herzog erschwert, da dessen Pressemitteilungen die ohnehin angespannte, revolutionäre Stimmung des Jahres 1830/31 anheizt. Am 29. Oktober 1831 sichert sich der Herzog durch die Erweiterung der Sitze der Herrenbank mit Vertretern eigenen Interesses die parlamentarische Mehrheit. Folglich demonstrierten im Frühjahr 1832 nach der Landtagswahl 16 Abgeordnete wegen eines Verfassungsbruchs mit einem Mandatsverzicht.
(StH)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, 223 f.
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Herzogtum Nassau, Der Nassauische Domänenstreit (eingesehen am 25.4.2021)
- Wikipedia: Landstände des Herzogtums Nassau (eingesehen am 25.4.2021)
- Wikipedia: Liste der Abgeordneten der Landstände des Herzogtums Nassau (1818–1848) (eingesehen am 25.4.2021)
- Empfohlene Zitierweise
- „Nassauischer Landtag wird auf unbestimmte Zeit verschoben, 2. Mai 1831“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6232> (Stand: 2.5.2025)
- Ereignisse im April 1831 | Mai 1831 | Juli 1831
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