Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Wilhelm I. verstirbt in Kassel, 27. Februar 1821
Am 27. Februar stirbt Kurfürst Wilhelm I. (geb. 1743) in Kassel. Er wird am 19. März in der Gruft unter der Kapelle in der von ihm errichteten Löwenburg beigesetzt. Nur wenige Monate zuvor hatte er den Grundstein zu der seit 1813 von ihm geplanten Chattenburg gelegt, deren Bau mit seinem Tod zum Erliegen kam.
Sein Nachfolger Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) beendete nach der Trauerfeier die reaktionäre „Zopfzeit“ in Kurhessen, die nach der Rückkehr seines Vaters aus dem Exil 1813 eingesetzt hatte. Das Militär wurde nun neu organisiert und am 29. Juni 1821 das Organisationsedikt erlassen, das die Verwaltung des kurhessischen States modernisierte. Trotzdem kam es zwischen der Bevölkerung und dem neuen Kurfürsten von Anfang an zu Spannungen, die durch die umgehende Erhebung seiner Mätresse Emilie Ortlöpp zur Gräfin Reichenbach noch verschärft wurden.
(UH)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 210 f., 215
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Wilhelm I. verstirbt in Kassel, 27. Februar 1821“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6155> (Stand: 27.11.2025)
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