Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Parlamentsdebatten über die Gleichberechtigung der Juden, 1821-1835
Die Frage um die Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung wurde in den verschiedenen hessischen Parlamenten intensiv diskutiert und zog sich über Jahrzehnte hin.
Auch wenn die Idee der Gleichstellung in der Regel auf Zustimmung fiel, sprachen sich die meisten Abgeordneten gegen eine sofortige und vollständige Gleichberechtigung aus. Ziel war vorrangig die „Besserung“ und „Veredlung des Judentums“, was vor allem über Bildung erreicht werden sollte. Eine verbesserte Bildung galt als Voraussetzung für die Emanzipation.
In zahlreichen Parlamentsdebatten wurden die tief gehenden Vorurteile der Abgeordneten gegenüber den Juden deutlich, auch von Seiten derjenigen, die sich für die Abschaffung von Einschränkungen einsetzten. Nach wie vor herrschte Angst vor dem jüdischen „Wucher“ und einer „Benachteiligung“ der Christen. Vor allem ihre Tätigkeiten als Händler wurden ihnen vorgeworfen.
(StF)
- Empfohlene Zitierweise
- „Parlamentsdebatten über die Gleichberechtigung der Juden, 1821-1835“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7269> (Stand: 21.10.2025)
- Ereignisse im Dezember 1820 | Januar 1821 | März 1821
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