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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Erste „Maifestspiele“ im Wiesbadener Hoftheater, 6. Mai 1896

Am 6. Mai 1896 werden im Neubau des 1894 eingeweihten Königlichen Hoftheaters in Wiesbaden erstmals die „Maifestspiele“ bzw. „Kaiserfestspiele“ eröffnet, die jährlich im Frühjahr stattfinden. Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) besuchte diese Veranstaltungen – nach den Bayreuther Festspielen die zweitältesten Festspiele Deutschlands – nicht nur als Gast, sondern finanzierte sie und bestimmte zusammen mit dem Theaterintendant Georg von Hülsen (1858–1922) die Programmauswahl. Neben der kaiserlichen Familie waren Adel und Offizierskorps sowie ausländische Kurgäste die Adressaten der „vaterländischen Festspiele“.

Das vierzehntägigen Eröffnungsprogramm beinhaltete neben der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) auch fünf Opern von Richard Wagner (1813–1883), das Stück „Julius Caesar“ von William Shakespeare (1564–1616) sowie als modernes Werk das Drama „Theodora“ von Victorien Sardou (1831–1908).

1897 wurden die Festspiele mit der Uraufführung des „patriotischen“ Hohenzollern-Dramas „Der Burggraf“ von Josef Lauff (1855–1933) eröffnet, der im Herbst 1898 von Kaiser Wilhelm II. zum Dramaturgen des Königlichen Theaters in Wiesbaden ernannt wurde.
(StH/UH)

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„Erste „Maifestspiele“ im Wiesbadener Hoftheater, 6. Mai 1896“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6809> (Stand: 6.5.2025)
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