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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Verbot der Marburger Gruppe des Bundes Nationaler Studenten, 4. April 1960

Das Hessische Innenministerium weist den Oberbürgermeister der Stadt Marburg an, die Marburger Gruppe des rechtsgerichteten Bundes Nationaler Studenten (BNS) zu verbieten und aufzulösen.

Der Bund Nationaler Studenten war am 17. Juni 1956 in Heidelberg als „überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluß national gesinnter Studenten“ gegründet worden. Er hatte zum Ziel, an der Bildung einer völkischen Großpartei in Deutschland mitzuwirken und das nationalsozialistische Deutsche Reich wiederzubeleben. Der Bund verstand sich selbst als „Kaderschmiede national gesinnter Akademiker“. Seit einem Auftritt von Mitgliedern auf einer Sonnwendfeier mit Hakenkreuzen wurden Forderungen nach einem Verbot der rechtsradikalen Gruppe laut. Dem Verbot der Berliner Hochschulgruppe durch den Berliner Innensenator im Januar 1960 folgten die Innenminister der anderen Bundesländer bis zum endgültigen Verbot des BNS im März 1961.
(OV)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Verbot der Marburger Gruppe des Bundes Nationaler Studenten, 4. April 1960“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/3658> (Stand: 4.4.2025)
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