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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Zeitgenössische Erklärungsversuche für den Antisemitismus, 1891-1893
Bereits die Zeitgenossen versuchten, Erklärungen für den Erfolg der antisemitischen Bewegung in Nord- und Mittelhessen zu finden. Eine Ursache lag möglicherweise an dem relativ hohen Anteil der Juden an der Bevölkerung. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung im Regierungsbezirk Kassel lebte in Landgemeinden, die häufig eigene Synagogen besaßen damit für die christliche Umgebung sichtbar in den Orten vertreten waren. Eine Besonderheit bildete dabei Rhina im Kreis Rotenburg/Fulda, die die einzige Gemeinde in Preußen war, in der mehrheitlich Juden lebten. Hinzu kamen wirtschaftliche Probleme der Landbevölkerung und die daraus resultierende Problematik des Wuchers.
(StF)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- [Die Ursachen des Antisemitismus in Hessen, aus den 1948 in Israel verfassten Erinnerungen Samuel Spiros (1885–1960); Artikel in den „Mittheilungen aus dem Verein zu Abwehr des Antisemitismus“ vom 6. Dezember 1891 über den Antisemitismus in Kurhessen; Artikel in der Kölnischen Zeitung vom 6. August 1893 über die Ursachen des Wahlerfolgs der Antisemiten in Oberhessen]
- Empfohlene Zitierweise
- „Zeitgenössische Erklärungsversuche für den Antisemitismus, 1891-1893“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7573> (Stand: 14.4.2025)
- Ereignisse im Dezember 1890 | Januar 1891 | März 1891
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