Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Vinzentinerinnen beziehen ihr neues Schwesternhaus am Weinberg in Kassel, 17. April 1888
Am 17. April 1888 bezieht die katholische Ordensgemeinschaft der Vinzentinerinnen, deren Mutterhaus seit 1834 in Fulda angesiedelt ist, ihr neues Schwesternhaus (Elisabeth-Kloster) auf dem seit 1850 zunehmend bebauten Weinberg am südlichen Stadtrand von Kassel. Verantwortlich war der in Hannover ausgebildete Architekt August Rebentisch (1846-1890), der sich bereits 1881 bis 1883 mit dem Bau der Kur- und Wasserheilanstalt „Bad Wilhelmshöhe“ einen Namen gemacht hatte.
Der dreigeschossige Bau, vom Kasseler Maurermeister August Seyfarth (1836-1891) aus glasiertem Backstein im Stil der Neugotik errichtet, erhob sich auf einem etwa sieben Meter über Straßenniveau liegenden Grundstück am Südhang des Weinbergs gegenüber der 1877 von Heinrich von Dehn-Rotfelser errichteten Gemäldegalerie. Zu der Anlage, die zunächst als Wohn- und Pflegeeinrichtung für die Ordensschwestern und hilfsbedürftige Frauen diente, gehörte auch eine nach Osten orientierte Kapelle. Ab 1899 wurde die Anlage zum Elisabeth-Krankenhaus erweitert. Die Kapelle sowie die unteren beiden Etagen des alten Gebäudes sind nach Kriegsbeschädigungen heute noch erhalten.
UH
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- Empfohlene Zitierweise
- „Vinzentinerinnen beziehen ihr neues Schwesternhaus am Weinberg in Kassel, 17. April 1888“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7762> (Stand: 3.9.2026)
