Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung der Neuen Synagoge am Judenmarkt (Börneplatz) in Frankfurt, 10. September 1882
Am 10. September 1882 wird die Neue Synagoge am Judenmarkt, ab 1885 Börneplatz, feierlich eingeweiht. Nach dem seit 1878 in Frankfurt am Main amtierenden Rabbiner des orthodoxen Teils der israelitischen Gemeinde Markus Horovitz (1844–1910) wurde sie umgangssprachlich auch als „Horovitzsynagoge“ bezeichnet. Aufgrund der Abspaltung der streng orthodoxen Gemeindemitglieder 1851 war der Bau einer eigenen Synagoge notwendig geworden.
Für ihren Bau wurde das ehemalige Israelitische Hospital abgerissen. Nur wenig entfernt war 1829 das von der Familie Rothschild gestiftete Krankenhaus der israelitischen Krankenkassen eröffnet worden. Die Neue Synagoge grenzte an den seit 1828 geschlossenen alten Jüdischen Friedhof (heute Jüdischer Friedhof Battonnstraße).
Der im repräsentativen Stil der Neorenaissance gestaltete Bau aus rotem Sandstein mit kupfergedeckter Kuppel über dem halbrunden Treppenturm an der südwestlichen Ecke bot Platz für 520 Männer in der Halle und 360 Frauen auf der umlaufenden Empore.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte die Synagoge aufgrund von Brandstiftung aus. Die 1996 eröffnete „Gedenkstätte Neuer Börneplatz“ beinhaltet auch den Umriss bzw. den nicht überbauten Teil der ehemaligen Börneplatzsynagoge.
(Str/UH)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Einweihung der Neuen Synagoge am Judenmarkt (Börneplatz) in Frankfurt, 10. September 1882“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7066> (Stand: 12.11.2025)
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