Komplex aus Haupt-, Neben-, Verwaltungs-, Isolier- und Leichengebäude
Nachdem das Alte Krankenhaus um 1888 aus medizinischen wie aus hygienischen Gründen für die stetig wachsende Bevölkerung nicht mehr ausreichte, beschloss der Magistrat 1899 mit Zustimmung der örtlichen Armenkommission den Bau eines Neuen Krankenhauses auf den Rennäckern in der Taunusstraße (heute Urseler Straße). Die Initiative dafür war vom Kreisphysikus und Leiter des Alten Krankenhauses, Dr. Wilhelm Deetz, ausgegangen. Doch erst Ende 1902 konnten die Erdarbeiten beginnen, da Kaiserin Auguste die Nähe des Krankenhauses zum Schloss missbilligte und ihre Zustimmung lange hinauszögerte.Bei der Einweihung im Herbst 1904 verfügte das Krankenhaus über 72 Betten. Der steigende Bedarf machte in den 1940er und 1960er Jahren mehrere Erweiterungsbauten (A-Bau 1941, C-Bau 1961 und B-Bau 1966) nötig, wodurch die Zahl der Betten auf 564 stieg. Dabei kam es nicht nur zu Renovierungen und Modernisierungen, sondern es entstanden auch aufgrund von Spezialisierungen unterschiedliche medizinische Abteilungen. Der allmähliche Abbruch des mittlerweile zum Altbau gewordenen Traktes von 1904 ging damit einher, der von 1963 bis 1971 durch Neubauten ersetzt wurde. Heute verfügt die nun als „Kreiskrankenhaus“ firmierende Einrichtung über 603 Betten und 980 Mitarbeiter, darunter 90 Ärzte.
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Bilder und Dokumente S. 19, 107
Baeumerth, Fremde S. 149
Bottler, Hochtaunus-Kliniken S. 9-10, 12
Brückl, Kliniken S. 3
Brückl, Krankenhaus
Brückl, Kreiskrankenhaus
Fechtner, Altes Bad Homburg S. 130
Grosche, Geschichte 3 S. 402-403, 469
Rowedder, Denkmaltopographie S. 132
Walsh, Fürsorge S. 25
„Neues Krankenhaus (Kreiskrankenhaus (seit 1928), Hochtaunus-Klinik (heute)), Urseler Straße 33 (früher Taunusstraße 1)“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1024> (aufgerufen am 14.05.2026)