In der Kreuzzugsbewegung des 12. Jahrhundert bilden sich große Gemeinschaften heraus, die von adligen Rittern getragen werden. Für sie gelten Mönchsregeln, wie Gehorsam, Besitzlosigkeit und die Einhaltung von Tagesgebeten und Messfeiern. Der Kampf mit der Waffe wird mit religiösen Pflichten verbunden. Versorgung der Pilger, Reisenden und Kranken gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Die großen Ritterorden der Johanniter und der Deutschordensritter sind in Provinzen (Nationen, Zungen) organisiert; Vorsteher = Baiuus/ ballivus (mittellateinisch) = Verwalter organisieren eine Ballei; diese untergliedern sich in Priorate mit einzelnen Kommenden und Komtureien. Ritter, Priester, Brüder oder Halbbrüder leben in den Gemeinschaften. Zu diesen großen Wirtschaftseinheiten gehören auch Laien, Dienstleute und Tagelöhner.
» siehe auch Deutscher Orden; Johanniter; Kommende;