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Pallottiner

Der Missionsorden der Pallottiner gründet 1892 das erste Pallottinerkloster auf deutschem Boden in Limburg. Da nur deutschen Personen die Missionierung in deutschen Kolonien erlaubt wird, genehmigt die preußische Regierung den Aufbau des Missionshauses 1897 in Limburg, um Missionare für Kamerun auszubilden. 1901 übernehmen die Pallottiner die Mission der Ureinwohner in Nordwestaustralien. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiten Pallottiner aus Limburg in Chile (1921), Zentralkapland (1922), Argentinien (1925), Kanada (1944), gründen Niederlassungen in Schlesien, Ostpreußen, Danzig, der Tschechoslowakei und Ungarn.

In der Zeit des Nationalsozialismus wird der Orden verfolgt, das Missionshaus beschlagnahmt.

Nach dem Krieg kehren die Pallottiner zurück. Die philosophisch-theologische Hochschule wird von Limburg nach Vallendar/Schönstatt verlegt. Die Pallottiner engagieren sich in der Vertriebenenseelsorge in Westdeutschland, gründen eine Vielzahl neuer Niederlassungen. 1964 kehren sie nach Kamerun zurück und eröffnen hier 1991 ein Studienhaus.

» siehe auch Pallottinerinnen;

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