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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld

Buchenau

Ortsteil · 260 m über NN
Gemeinde Eiterfeld, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Gerichtsplatz

Lagebezug:

12,5 km nördlich von Hünfeld

Lage und Verkehrslage:

Auf und an einem Bergausläufer über dem Eitratal gelegen.

Ersterwähnung:

1217

Ortsteile:

  • Buchenau und Giesenhain (ab 01.01.1970)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3554201, 5627536
UTM: 32 U 554105 5625724
WGS84: 50.78074787° N, 9.767455547° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631007030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (ha): 1584, davon 1238 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 433 Einwohner
  • 1961: 620
  • 1970: 637

Diagramme:

Buchenau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Dorf des Gerichts Buchenau der von Buchenau
  • 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Landkreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Landkreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1972: Landkreis Fulda

Altkreis:

Hünfeld

Gericht:

  • Das Gericht Buchenau bestand aus den Dörfern Bodes, Branders, Buchenau, Erdmannrode, Fischbach, Giesenhain und Soislieden.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1970 wurde im Zuge der hessischen Gebietsreform zunächst Giesenhain der Gemeinde Buchenau eingegliedert. Beide wurden am 1.8.1972 zu Ortsteilen der Gemeinde Eiterfeld.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Fulda
  • Adlige von Buchenau

Ortsadel:

Die von Buchenau gehörten 1792 zum Fränkischen Ritterkreis, Kanton Rhön-Werra, Buchisches Quartier

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1520: plebanus

Pfarrzugehörigkeit:

Vermutlich gehörte Erdmannrode 1513 als Filiale dazu.

Patronat:

Vermutlich im Besitz der Herren von Buchenau

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation durch die Herren von Buchenau um 1570.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Hugius ca. 1580

Seit 1818 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa

Juden:

1835: 65; 1861: 34; 1905: 8 Juden; 1932/33: 7 Juden; gehört zur Gemeinde Eiterfeld

Judengasse im Ort

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Buchenau, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5467> (Stand: 28.2.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde