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Hessische Biografie

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Grimm, Jacob Ludwig Karl Freiherr von [ID = 3269]

* 4.1.1785 Hanau, † 20.9.1863 Berlin
Prof. Dr. phil.; Dr. phil. h.c.; Dr. jur. h.c. – Sprachwissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Jurist
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1798-1802 Besuch des Lyceum Fridericianum in Kassel
  • 1802-1805 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Marburg ohne Abschlussprüfung
  • 1805 als Amanuensis seines akademischen Lehrers Friedrich Karl von Savigny in Paris (Bibliotheque Imperiale)
  • 1806 Sekretär beim kurfürstlich-hessischen Kriegskollegium (später Truppenverpflegungskommission) in Kassel
  • 1807-1808 stellungslos in Kassel
  • 1808 Privatbibliothekar des Königs Jerôme Bonaparte von Westphalen auf Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel
  • 1809 zusätzlich Königlich Westphälischer Staatsratsauditor
  • 1813 kurfürstlich-hessischer Legationssekretär, als solcher 1814 und 1815 in Paris erfolgreich mit der Auffindung und Rückführung geraubter hessischer und preußischer Kunstschätze befasst, dazwischen 1814-1815 nach Wien zur Teilnahme am Kongress delegiert
  • 1816 auf eigenen Wunsch Zweiter Bibliothekar an der Kurfürstlichen Bibliothek in Kassel
  • 1819, 1828 und 1829 Ehrendoktorwürden der Universitäten Marburg (Dr. phil. h.c.), Berlin (Dr. jur. h.c.) und Breslau (Dr. jur. h.c.)
  • 1824 korrespondierendes, 1830 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Göttingen
  • 1830 Zweiter Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Göttingen und ordentlicher öffentlicher Professor der Philosophie an der Universität Göttingen
  • 1833 Hofrat, 1834 vom Bibliotheksdienst entbunden, bleibt jedoch Mitglied des Dreier-Bibliotheksdirektoriums
  • 1837 Teilnahme an der Protestation der Göttinger Sieben, Entlassung und Landesverweisung
  • danach wieder in Kassel
  • 1838 Beginn der Arbeit am „Deutschen Wörterbuch“
  • 1841 als ordentliches Mitglied Professor der Akademie der Wissenschaften in Berlin mit dem Recht, Vorlesungen an der Universität zu halten
  • im Nebenamt 1816-1829 Mitglied der Kurhessischen Zensurkommission in Kassel, 1831-1837 Mitglied, zeitweilig auch Vorsitzender der Staatlichen Prüfungskommission für Schulamtskandidaten in Göttingen
  • 1846-1847 Präsident des deutschen Germanistentages in Frankfurt am Main
  • 25.5.-2.10.1848 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung für den Wahlbezirk Rheinprovinz 29 (Essen) (Casino Partei), Nachfolger: Karl Schorn

Lebensorte:

  • Kassel; Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Grimm, Philipp Wilhelm, * 19.9.1751, † Steinau an der Straße 10.1.1796, Amtmann

Mutter:

Zimmer, Dorothea, * Kassel 20.11.1755, † Kassel 27.5.1808, Heirat Hanau 23.2.1783, Tochter des Johann Hermann Zimmer, Assessor bei der Hanauischen Kabinettskanzlei, und der Anna Elisabeth Boppo

Verwandte:

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Grimm, Jacob Ludwig Karl Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118542257> (Stand: 4.1.2026)