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Ippinghausen

Stadtteil · 324 m über NN
Gemeinde Wolfhagen, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km südwestlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

Unter der Weidelsburg.

Der Ort ist über die Bundesstraße B251, die Landesstraße L3214 und die Kreisstraße K105 an das Straßenverkehrsnetz angebunden.

Ersterwähnung:

(um 1120)

Siedlungsentwicklung:

Um 1120 wird Ypponhuson erstmals erwähnt. Unter Papst Innozenz III. (1198-1216) ist in Ippinghusen eine Kapelle belegt (GR Immenhausen). Ippenhausen war im 15. Jahrhundert (Yppekusen unter dem Weidelberg 1476 in Marburger Rechnung) und Anfang des 16. Jahrhunderts eine Wüstung. In der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Ort dann neu besiedelt.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3510171, 5682981
UTM: 32 U 510093 5681148
WGS84: 51.28157469° N, 9.144715393° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633028030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (ha): 1287, davon 910 Wald

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Ippinghausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 15. Jahrhundert: Landgräfliches Amt Wolfhagen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Stadt und Amt Wolfhagen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wolfhagen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Wolfhagen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wolfhagen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Landkreis Wolfhagen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Landkreis Wolfhagen
  • 1866/67: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
  • 1971: Landkreis Wolfhagen, Stadt Wolfhagen (s. Gemeindeentwicklung)
  • 1972: Landkreis Kassel

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • Mit dem Gericht des im 15. Jahrhundert (Yppekusen unter dem Weidelberg 1476 in Marburger Rechnung) und Anfang des 16. Jahrhunderts wüsten Ippenhausen belehnte Hessen 1435-1448 die von Dalwigk, 1488 die von Bicken (Rev.) und seit 1522 die Wolf von Gudenberg (Rev. 1522-1674).
  • 1821: Justizamt Wolfhagen
  • Um 1900: Ippinghausen Amtsgericht Wolfhagen (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 264).

Herrschaft:

In bürgerlichen Beziehungen stand Ippinghausen unter der Stadt Wolfhagen, die das Dorf schon vor 1435 als Wüstung besaß (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 264).

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadt Wolfhagen, deren Stadtteil Ippinghausen seitdem ist.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Unter Papst Innozenz III. (1198-1216) ist eine Kapelle in Ippinghausen belegt (GR Immenhausen).

Pfarrzugehörigkeit:

Die Kapelle von Ippinghausen gehörte unter Papst Innozenz III. (1198-1216) zur Pfarrei der heutigen Wüstung Immenhausen (GR Immenhausen). Diese Zuordnung galt noch bis zur Reformation. Nach der Reformation war Ippinghausen 1585 eingepfarrt nach Wolfhagen (OSt). 1747 war es Filial von Wolfhagen (DB). 1872 war Ippinghausen allerdings Filial von Leckringhausen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 238).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: unbekannter Pfarrer 21.1.1529 bis vor 1532(?); Heinrich von Aden (Heinrich Lübeck?) vor 1532, ehemaliger Augustinermönch

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ippinghausen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2086> (Stand: 19.5.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde