Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Kaufmann, Salomon Levi (1848) – Binsförth

Grab Nr. 151 → Lageplan (PDF), Binsförth, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Binsförth | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Größe:

63 x 77 x 9 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Beschreibung:

Darstellungen: Levitenkanne und Becher (Schüssel).

Inschrift

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Übertragung:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

ein Greis, hochbetagt. Er verbrachte

seine Tage und seine Jahre angenehm,

so wie sein Name ist: Salomon,

Sohn des Moses ha-Levi Sg"L

aus Rengshausen. Er

starb in gutem Ruf am Freitag,

am 19. Adar [5] 608 n.d.k.Z. (= 23.2.1848).

Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Ausführung:

erhaben

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Kaufmann, Salomon Levi

    Geburtstag

    1770

    Sterbetag

    24. März 1848

    Geschlecht

    männlich

    Herkunftsort

    Rengshausen

    Wohnort

    Rengshausen

    Beruf

    Handelsmann · Kaufmann

    Funktion

    Gemeindeältester

Anmerkungen:

Salomon Levi Kaufmann aus Rengshausen, gestorben laut Sterberegister am 24.03.1848 im Alter von 78 Jahren. Die hebräische Inschrift nennt dagegen den 23.02.1848 als Todestag. Dies ist vermutlich ein Fehler des Steinmetzen, der als Sterbedatum richtig den 19. Adar II (nicht Adar) 5608 = 24.03.1848 hätte einmeißeln müssen.

Angaben ergänzt nach HHStAW, Abt. 365, Nr. 716 (Sterberegister Rengshausen 1829-1893).

Hebräischer Name: Salomon, Sohn des Moses ha-Levi Sg''L (= Segal, Levit).

---

Salomon Levi Kaufmann war Handelsmann und Kaufmann und ist 1829 bis 1837 als Gemeindeältester in Rengshausen bezeugt. Vor Annahme des Familiennamens Kaufmann hieß er nur Salomon Levi und war ein Sohn des Moses Levi (gest. wohl 1793) und seiner Frau NN (gest. 29.03.1794) zu Rengshausen. Etwa 1793 heiratete er Röschen (Reisa, Reischen) geb. Apt [Grabnummer 86]. (Preuschhof, Eckhard: Jüdische Familien in Rengshausen und Nenterode, in: Hessische Familienkunde Band 31, Heft 1 (2008), Sp. 1-17, hier Sp. 8)

Indizes

Personen:

Salomon, Sohn des Moses ha-Levi Segal · Moses ha-Levi Segal, Vater des Salomon Levi Kaufmann · Levi, Salomon · Salomon Levi · Levi, Moses · Moses Levi · Levi, NN, Frau des Moses Levi · Kaufmann, Röschen geborene Apt · Apt, Röschen verheiratete Kaufmann · Abt, Röschen verheiratete Kaufmann

Orte:

Rengshausen

Sachbegriffe:

Levitenkannen · Becher · Schüsseln · Levitenkannen · Handelsmänner · Kaufleute · Gemeindeälteste

Nachweise

Bearbeitung:

Christa Wiesner 1998, ergänzt von Andreas Schmidt (HLGL)

Bildnachweise:

VS: B 22.218/38.

Fotos:

Zitierweise
„Kaufmann, Salomon Levi (1848) – Binsförth“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/150> (Stand: 5.6.2012)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde