Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Oppenheimer, Fritz (1924) – Oberaula

Grab Nr. 307 → Lageplan (PDF), Oberaula, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Oberaula | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Größe:

39 x 58 x 14 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Sprache der Rückseite:

deutsch

Übertragung:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

ein zartes und gutes Kind:

Uri, Sohn des

Elieser ha-Kohen.

Er starb am 5.

Kislev [5] 685 nach der kleinen Zählung.

Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Rückseite

(Deutsche Inschrift:)

Hier ruht

Fritz

Oppenheimer

aus Schwarzenborn

geb. 16. März 1924

gest. 2. Dez. 1924.

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Oppenheimer, Fritz

    Geburtstag

    16.3.1924

    Sterbetag

    2.12.1924

    Geschlecht

    männlich

    Wohnort

    Schwarzenborn

    Weitere Angaben

    Fritz Uri Oppenheimers Grab ist das jüngste der vier mit einem Grabstein gekennzeichneten Kindergräber auf dem Friedhof Oberaula. Es ist das einzige aus Schwarzenborn. Fritz Oppenheimer wurde am 16.3.1924 als Sohn des Siegfried Oppenheimer und der Recha Stein (Grab Nr. 316) in Schwarzenborn geboren. Diese hatten 1921/22 geheiratet. Recha Oppenheimer geb. Stein war die 1891 geborene Tochter des Löser Stein (Grab Nr. 287) und der Malchen Spier (Grab Nr. 289) aus Schwarzenborn. Siegfried Oppenheimer wurde am 18.4.1896 geboren. Er war der Sohn des Markus Oppenheimer aus Altenlotheim und der Giedel Spier aus Zwesten. Siegfried Oppenheimer war Textilkaufmann. Das Ehepaar übernahm das Textil- und Manufakturwarengeschäft von Löser Stein in der Kirchgasse in Schwarzenborn. Fritz Uri Oppenheimer war das erste Kind des Ehepaares. Er verstarb am 2.12.1924 im Alter von acht Monaten in Schwarzenborn. (HHStAW Abt. 365 Nr. 778). (Barbara Greve, 2013) Zur Familie Oppenheimer siehe Barbara Greve: Namen auf glänzenden Steinen. Die Familie Oppenheimer aus Schwarzenborn. In: Schwälmer Jahrbuch 2010, S. 146-155.

Anmerkungen:

Eltern: Siegfried Oppenheimer und Recha Stein (Grab Nr. 316)

Großeltern (mütterlich): Löser Stein (Grab Nr. 287) und Malchen Spier (Grab Nr. 289)

Großeltern (väterlich): Markus Oppenheimer und Giedel Spier

Indizes

Personen:

Uri, Sohn des Elieser ha-Kohen (hebräische Namenform) · Elieser ha-Kohen, Vater des Uri · ha-Kohen, Elieser · Kohen, Elieser ha- · Fritz Oppenheimer (bürgerlicher Name) · Oppenheimer, Fritz · Siegfried Oppenheimer · Oppenheimer, Siegfried · Recha Oppenheimer, geborene Stein · Oppenheimer, Recha, geborene Stein · Recha Stein, verheiratete Oppenheimer · Stein, Recha, verheiratete Oppenheimer · Löser Stein · Stein, Löser · Malchen Stein, geborene Spier · Stein, Malchen, geborene Spier · Malchen Spier, verheiratete Stein · Spier, Malchen, verheiratete Stein · Markus Oppenheimer · Oppenheimer, Markus · Giedel Oppenheimer, geborene Spier · Oppenheimer, Giedel, geborene Spier · Giedel Spier, verheiratete Oppenheimer · Spier, Giedel, verheiratete Oppenheimer

Orte:

Altenlotheim · Bad Zwesten · Schwarzenborn

Sachbegriffe:

Kindergräber · Kohanim · Textilkaufmänner

Nachweise

Bearbeitung:

Christa Wiesner, 1982ff., bearbeitet von Bernd Vielsmeier, 2013

Bildnachweise:

Bildarchiv Foto Marburg: Voderseite: B 3616/36; Rückseite: B 3616/34

Fotos:

Zitierweise
„Oppenheimer, Fritz (1924) – Oberaula“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/10850> (Stand: 31.1.2020)