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Südhessisches Flurnamenbuch
Flachs
- Deutung
- Zu ahd. flahs, mhd. vlahs st. M. ‚Flachs‘. Die Namen erinnern an den heute aufgegebenen Flachsanbau. Als Flachsroße, umgedeutet auch als Flachsröste, wurden die Orte bezeichnet, an denen man die Holzteile der Flachsstängel zum Faulen auslegte. Durch diesen Prozess ließ sich die Bastfaser von den übrigen Bestandteilen ablösen. In Eberstadt und Nieder-Beerbach ist der Wandel /xs/ > /s/ belegt.
- Literatur
- Karg-Gasterstädt/Frings 3, 941, Lexer 3, 385; Kluge/Seebold 269; DWB 3, 1699 f.; SHessWb 2, 759, PfälzWb 2, 1413; DRWb 3, 564, HessFlNAtl K. 27; Dittmaier (1963), S. 72, Zernecke (1991), S. 162, Vielsmeier (1995), S. 146. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Flachs; DWB: → flachs; PfälzWb: → flachs; Wörterbuchnetz: → Flachs
- Referenz
- Vgl. Haar · Harras · Flächse · Röße.

