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Südhessisches Flurnamenbuch

Farren

Lorscher
Deutung
Meist zu ahd. far, farro, mhd. var, varre st. M. ‚Zuchtstier‘. Die Leitform in Südhessen ist Farren, in Langen-Brombach, Messel, Rimbach, Seligenstadt, Ueberau, Unter-Flockenbach, Wald-Michelbach hat sich das ältere starke Maskulinum far erhalten. Die Namen beziehen sich entweder auf den Ort bzw. die Weide, wo der Stier gehalten wurde, oder auf Grundstücke, deren Ertrag dem Stierhalter zugute kam. Vereinzelt kann allerdings auch nhd. Farn, so vielleicht in Eberstadt, häufiger auch Fahr, mhd. var st. N. ‚Platz, wo man überfährt; Fähre‘ zu Grunde liegen.
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 3, 567 u. 3, 630, Lexer 3, 20; Kluge/Seebold 250; DWB Neub. 9, 153 f. s. u. Farre; SHessWb 2, 356 f., PfälzWb 2, 1046; HessFlNAtl K. 44; Dittmaier (1963), S. 69, Ramge (1979), S. 111, Zernecke (1991), S. 154; Meyer (1934), S. 24, v. d. Au (1941), S. 47. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → farre; PfälzWb: → farren; Wörterbuchnetz: → Farren
Anmerkung zu den Belegen
Leicht gekürzte Auswahl.
Referenz
Vgl. Fahr · Fahr(t).