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Südhessisches Flurnamenbuch

Bitze

Bett · Krämer · Schmal
Deutung
Zu ahd. bizûna st. sw. F. ‚eingezäuntes Grundstück‘, mhd. bitze st. F. ‚Baumgarten‘. Daneben steht die in Südhessen nur noch resthaft bezeugte Variante Betzen M. (N.?), die ahd. bizûni, mhd. bizûne, bîziune st. N. fortsetzt. Vergleichbar den Beunden beziehen sich Bitze und Betzen ursprünglich auf gezäuntes und Sonderrecht unterliegendes Sonderland. Insbesondere scheinen sie dem Obstbau gewidmet gewesen zu sein. Unsicher sind nur wenige Belege, die mit Pfütze vermischt oder umgedeutet worden sind.
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 1, 1163 f., Lexer 1, 288 u. 1, 293; Kluge/Seebold 114; DWB 2, 58; SHessWb 1, 880, PfälzWb 1, 951; HessFlNAtl K. 11; Dittmaier (1963), S. 30, Ramge (1979), S. 80, Zernecke (1991), S. 88 f., Vielsmeier (1995), S. 65 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Bitze; DWB: → bitze; Lexer: → bitze; PfälzWb: → bitze; Wörterbuchnetz: → Bitze
Referenz
Vgl. Betzenbach · Betzenkammer · Pfütze.