Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Unhold

Deutung
Zu ahd. unhold, mhd. unholt ‚feindlich gesinnt, abgeneigt‘ oder ahd. unholda F. ‚Dämon, Teufel‘, mhd. unholde sw. F. ‚Teufelin, Hexe, Zauberin‘, mhd. unholde sw. M. ‚der Böse, Feindselige‘, fnhd. unhold M., unhulde F. ‚Hexe‘. Das Adjektiv und die Substantive haben ein ausgeprägtes dämonologisches Bedeutungsspektrum, in dem etwa auch Fledermäuse und bestimmte Pflanzen als Unholde gelten. Der Name der Buche dürfte in diesem Zusammenhang stehen und ist als EreignisN zu verstehen. Die Belege beziehen sich auf den gleichen Baum.
Literatur
Schützeichel 299, Lexer 2, 1898, Götze 219; Kluge/Seebold 848; DWB 11, 3, 1064 f. u. 1066 f.; PfälzWb 6, 914. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → unhold; PfälzWb: → unhold; Wörterbuchnetz: → Unhold