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Südhessisches Flurnamenbuch

Bieber

Deutung
Meist zu ahd. bibar, mhd. biber st. M. ‚Biber‘. Die Belege erinnern an die einst weite Verbreitung des Nagetiers. Die Bieberwoog-Belege in Frankenhausen, Nieder-Beerbach, Neutsch und Ober-Beerbach beziehen sich auf den Namen des Staatsforstes Bieberwoog bei Nieder- und Oberbeerbach. Die Belege aus Bürgel und Mühlheim am Main beziehen sich auf den GewN Bieber, links zur Rodau, links zum Main: *biber-ach ‚Biberbach‘. Vereinzelt, etwa in Schlierbach, kann allerdings der FamN Bieber vorliegen.
Literatur
Starck/Wells 51, Lexer 1, 263; Kluge/Seebold 107; DWB 1, 1806; SHessWb 1, 822, PfälzWb 1, 883; Bach 2, § 324; Ramge (1979), S. 78, Zernecke (1991), S. 83 f., Vielsmeier (1995), S. 62; Kunz (1981), S. 415; Schmidt (1998), S. 25 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
Wörterbuchnetz: → Bieber