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Südhessisches Flurnamenbuch

Söhre

Deutung
Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.
Literatur
Starck/Wells 568, Lexer 2, 1055; DWB 10, 1, 1426; Vilmar 386 f.; v. Pfister (1886), S. 277 f.; Bach 2, § 310; Dittmaier (1963), S. 309, Ramge (1984), S. 202. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Sohre; DWB: → soehre; Wörterbuchnetz: → Söhre
Referenz
Vgl. See.