Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Südhessisches Flurnamenbuch
Schnappgalgen
- Deutung
- Zu mhd. snappen sw. V. ‚schnappen‘. Im Nhd. für einen Schnellgalgen, an welchem Verbrecher schnell in die Höhe gezogen und wieder herabgelassen wurden. Er war einst zur Hinrichtung von Soldaten im Kriege üblich. Daneben auch als Strafe für Kleinkriminelle und Außenseiter, die in einem Korb am Galgen hoch gezogen und dann plötzlich ins Wasser getaucht oder schnell zur Erde heruntergelassen wurden.
- Literatur
- Lexer 2, 1024; Kluge/Seebold 734; DWB 9, 1174; SHessWb 5, 574; Vilmar 114; Derwein (1940), S. 247. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → schnappgalgen; Wörterbuchnetz: → Schnappgalgen

