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Südhessisches Flurnamenbuch
Schabick
- Deutung
- Im Unterschied zum mundartlich entsprechenden Schaubach (s. Schau) nicht aus -bach gekürzt, da die Flur an einem flachen, trockenen Hangvorsprung liegt; auch die historischen Belege zeigen Unsicherheit, deuten für den GT auf -ecke hin. Auch wenn vereinzelt südhess. belegtes Schabich ‚im Herbst beim dritten Schnitt gemähtes Gras‘ nicht auszuschließen ist, ist wahrscheinlicher, dass der Name auf ahd. scoub, mhd. schoup st. M. ‚Bündel, besonders Strohbund‘ zurückgeht, dialektal monophthongiert und mit einem (unklaren) GT verbunden ist. Strohwische hatten rechtssymbolisch die Funktion der Sperrung von Wegen und Grundstücken.
- Literatur
- Starck/Wells 546, Lexer 2, 775 f., DWB 8, 2294 f.; SHessWb 5, 134, PfälzWb 5, 893 f.; Dittmaier (1963), S. 260. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- Wörterbuchnetz: → Schabick
- Referenz
- Vgl. Schau.

