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Südhessisches Flurnamenbuch

Riegel

Bruch · Geiß1 · Heller · Kreuz · Nächst · Neu · Ochse · Schloss · Weinheimer · Zwei · Zwingenberger
Deutung
Zu ahd. rigil, mhd. rigel st. M., nhd. Riegel ‚Querholz, Türriegel; Prügel, Knüppel; kleine Anhöhe, steiler Bergabsatz‘; öfter wohl auch zum PN Riegel. Da die Bedeutung ‚(abriegelnder) Berg‘ für das Südhess. nicht belegt ist, verweisen die Namen mehrheitlich auf Öffnungen in Landwehren oder Dorfzäunen, die mit Balken verriegelt wurden. Vielleicht deuten einige Namen aber auch auf quer liegende Flurstücke oder auf Wege, Hecken oder Gräben hin, die mit Knüppeln (“Riegeln”) befestigt waren.
Literatur
Gottschald 409; Starck/Wells 483, Lexer 2, 429, Baufeld 193; Kluge/Seebold 686; DWB 8, 922; SHessWb 4, 1398, PfälzWb 5, 529; Dittmaier (1963), S. 246, Ramge (1979), S. 244, Zernecke (1991), S. 419. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Riegel; DWB: → riegel; Lexer: → riegel; PfälzWb: → riegel; Wörterbuchnetz: → Riegel
Referenz
Vgl. Ritter (Michelbuch).