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Südhessisches Flurnamenbuch
Reitel
- Deutung
- Die Namen mit Flexions-s gehen vielleicht auf den FamN Reitel zurück, die übrigen gehören sie zu mhd. reitel st. M. ‚Drehstange, kurze dicke Stange, Prügel, Knüttel‘, nhd. Reitel st. M. ‚Knüppel, Stange, Rundholz, junger Baumstamm‘. Sie weisen auf Örtlichkeiten im Wald, wo Knüppel gesammelt wurden, bzw. auf daraus errichtete Zäune, Gräben usw.; möglicherweise auch auf Waldstücke mit jungen Laubbäumen1. Bei den Belegen aus Klein-Krotzenburg kann es sich um eine kontrahierte Variante dazu, aber auch um den FamN Reil oder um eine entrundete Variante von Reuel, Rauel ‚schmaler Durchgang, enger Weg‘ handeln.
- Literatur
- Gottschald 397 s. u. Ragolf u. 406 s. u. Reitel; Lexer 2, 398, Baufeld 191; Kluge/Seebold 678; DWB 8, 618 u. 767; SHessWb 4, 1351, PfälzWb 5, 490 u. 510; Dittmaier (1963), S. 243, Ramge (1979), S. 240. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → reitel; Lexer: → reitel; PfälzWb: → reitel; Wörterbuchnetz: → Reitel
- Referenz
- Vgl. Riedel · Rod.
-
1 Fecher (1941), S. 117.

