Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Südhessisches Flurnamenbuch
Rech
- → Al · Allert · Amsel · Atzel · Au · Bensheimer · Benz · Bingel · Birke · Blume · Born · Breme · Brom · Burg · Dachs · Damm · Dick · Dilshofer · Dritte · Eidechse · Erbel · Fink · Flesche · Floß · Flut · Friese · Fuchs1 · Geier1 · Gold · Gronauer · Grün1 · Habicht · Häuser1 · Harkel · Hartmann · Hecke · Heide · Herch · Hinter · Hirte · Hoch · Hohl · Hornickel · Hungst · In · Kalb1 · Katze · Kessel2 · Kirche · Klein · Knoll · Köppel · Kopp · Koppel · Kuhlmann · Lücke · Metzler · Modau · Morast · Motz · Mühle · Müller · Nikolaus · Pfaffe · Salben · Sau · Schaf · Scheck · Schelm · Schlangen · Schlehe · Schlenker · Schmelz · Speier · Steck · Stein1 · Stelze · Teufel · Wasser · Weber · Weide2 · Weiher · Wingert · Zigeuner · Zwei
- Deutung
- Zu dem westmitteldt. Wort Rech ‚grasbewachsener Abhang, steiler Rain, Böschung, abschüssiges Stück Land oder Weg‘, dessen Herkunft noch ungeklärt ist; eventuell geht das Wort auf altfränk. *rek- ‚Zusammengescharrtes‘, dann ‚Reihe, Grenze, Abhang‘1, sowie ahd. riga ‚gekrümmte Linie‘ zurück. In der Mundart Süd- und Rheinhessens hat Rech das ungefähr gleichbedeutende Rain (s. d.) weitgehend verdrängt, in FlN dagegen ist es weniger häufig. In zahlreichen historischen Belegen ist der Stammvokal /e/ zu /i/ gehoben, doch ist im Untersuchungsgebiet, im Unterschied zu Rheinhessen2, historisch kein Übergewicht der gii-Schreibung auszumachen. Als Pluralformen konkurrieren (auch bereits historisch) Reche und Recher. Besonders in zusammengesetzten FlN mit dem GT -bach oder -wiese kann es zu einer Vermischung mit Reh (mhd. rêch st. N.) gekommen sein. Die mündliche Form in Hochstädten verweist auf eine Kollektivbildung *gerech.
- Literatur
- Schützeichel 238; SHessWb 4, 1284, HessNassWb 2, 794, Kehrein (1891), S. 325, Crecelius 680, PfälzWb 5, 425; HessFlNAtl K. 84; Dittmaier (1963), S. 242, Ramge (1979), S. 238, 374 u. 400, Zernecke (1991), S. 412, Halfer (1988), S. 201. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- HNWB: → Rech; Wörterbuchnetz: → Rech
- Referenz
- Vgl. Gerech (Höllerbach) · Reh.
-
1 Dittmaier (1963), S. 238.
2 Ramge (1979), S. 374.

