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Südhessisches Flurnamenbuch
Raßdorf
- Deutung
- Der heutige FlN ist offenbar das Ergebnis einer Umdeutung eines älteren, nicht mehr verstandenen Namens; eine Wüstung Raßdorf oder Roßdorf ist nicht bekannt1. Bereits die ältesten Belege aus dem 16. Jh. machen einen zersprochenen Eindruck. Der GT war wohl ursprünglich -hart ‚Wald‘; als BT kommt am ehesten Ross ‚Pferd‘ (s. d.) in Betracht, entsprechend der Entwicklung des WaldN Rosstädt (Langen, Sprendlingen). Die älteren Belege zeigen dann hyperkorrekte Senkung /o/ > /ɑ/ (vgl. Rossbach (Auerbach)), die jüngeren zeigen Umdeutung.
- Literatur
- Gottschald 400; Starck/Wells 472, Lexer 2, 343 f. u. 354; Kluge/Seebold 668; DWB 8, 130, 148 u. 154. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- Wörterbuchnetz: → Raßdorf
- Referenz
- Vgl. Rasen · Ross · Roßdörfer.
-
1 Kunz (1981), S. 397.

