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Südhessisches Flurnamenbuch
Pferd
- → Jugenheimer · Nacht
- Deutung
- Zu ahd. pfarifrit, mhd. pherfrit, phert st. N. ‚Pferd‘, einer Entlehnung aus mittellat. paraveredus ‚Beipferd zum Postpferd‘. In FlN meist in Verbindung mit Plätzen, die als Pferdeweide benutzt wurden, gelegentlich auch, wie in Lorsch, mit Häusern, die an solche Orte angrenzen. In Lindenfels liegt Umdeutung aus dem FamN Faut, Vogt vor. Die mündlichen Formen (Füllen in Groß-Rohrheim, Gaul in Mörlenbach und Weiher) zeigen, wie ungebräuchlich Pferd in der Mundart gegenüber Gaul (s. d.) ist.
- Literatur
- Starck/Wells 460, Lexer 2, 241 f., Baufeld 33; Kluge/Seebold 625; DWB 7, 1675 f.; SHessWb 1, 793, PfälzWb 1, 815 f.; Bach 2, § 326; Dittmaier (1963), S. 227, Zernecke (1991), S. 397 f., Vielsmeier (1995), S. 374. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Pferd; DWB: → pferd; PfälzWb: → pferd; Wörterbuchnetz: → Pferd
- Referenz
- Vgl. Füllen · Vogt.

