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Südhessisches Flurnamenbuch
Pfahl
- → Land · Leiche
- Deutung
- Zu ahd. pfâl, mhd. phâl st. M. ‚Pfahl, Pflock‘, einer Entlehnung aus gleichbedeutend lat. pālus. Den ältesten Formen aus Seeheim und dem Beleg aus Breitenbrunn liegt die Mundartform des Plurals (/peːl/) zu Grunde. Die FlN weisen auf eingezäunte Landstücke hin oder auf Weinberge, deren Rebstöcke mit Pfählen gestützt werden. Pfahlhecken waren mit Pfählen besetzte Grenzzäune. Der Beleg aus Breitenbrunn hat keinen Zusammenhang mit dem in der Nähe verlaufenden Limes.
- Literatur
- Starck/Wells 459, Lexer 2, 223; Kluge/Seebold 623, Pfeifer 2, 994; DWB 7, 1597 f. s. u. Pfahl u. 7, 1600 s. u. Pfahlhecke; SHessWb 1, 767, PfälzWb 1, 787; Bach 2, § 377; Dittmaier (1963), S. 225, Ramge (1979), S. 228 f., Zernecke (1991), S. 394 f., Vielsmeier (1995), S. 372. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Pfahl; DWB: → pfahl · pfahlhecke; PfälzWb: → pfahl; Wörterbuchnetz: → Pfahl
- Referenz
- Vgl. Pfalz.

