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Südhessisches Flurnamenbuch
Oster
- Deutung
- Meist wohl zu ahd. ôstar, mhd. ôster st. sw. F. ‚im Osten gelegen, nach Osten‘. Die FlN beziehen sich dann auf östlich vom Dorf gelegene Flurstücke. Einzelnen Belegen, besonders wohl denen mit dem GT -wiese, kann auch ahd. ôstra, mhd. ôster st. sw. F. ‚Osterfest‘ zu Grunde liegen, da Ostern als Termin für die Wiederaufnahme des Weidebetriebs eines neuen Jahres gilt. Darüber hinaus können die Erträge eines Flurstückes auch als Abgabe für das Osterfest verwendet worden sein. Eine klare Zuordnung ist daher dann, wenn die Lage nicht mehr genau bestimmt werden kann, nicht möglich. Die Zugehörigkeit des Belegs aus Arheilgen ist unsicher, aua steht aber wohl hyperkorrekt für /oː/.
- Literatur
- Schützeichel 230, Lexer 2, 176, Baufeld 185; Kluge/Seebold 605 f., Pfeifer 2, 958; DWB 7, 1371 f.; SHessWb 4, 1113 f. s. u. Osten u. 4, 1116 f. s. u. Ostern, PfälzWb 5, 276; Dittmaier (1963), S. 219 f., Ramge (1979), S. 225 s. u. Oster-, Ost- und 225 f. s. u. Osterlangen, Zernecke (1991), S. 388 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Oster; DWB: → oster; Lexer: → oster; PfälzWb: → osten · ostern; Wörterbuchnetz: → Oster

