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Südhessisches Flurnamenbuch
Lamm
- Deutung
- Zu ahd. lamb, lamp, mhd. lamp, lam st. N. ‚Lamm, junges Schaf‘. Die FlN beziehen sich in der Regel auf Stellen, an denen junge Schafe gehalten wurden. Die meisten Namenkomposita enthalten im BT die Pluralform Lämmer-, die auf ahd. lambir, mhd. lember st. N. zurückgeht. Beim heute unverständlichen Lammkeilgesgarten (Arheilgen) ist von der historischen Form 1574 auszugehen: Sie führt im GT auf südhess. Keutel 1. ‚vor den Leib gebundenes Tragetuch‘, 2. ‚Schweineblinddarm‘ zurück. In mitteldt. Mundarten ist das Wort verbreitet und bezieht sich meist auf etwas Sackartiges, auch bei Tieren. Es liegt in Arheilgen also ursprünglich ein FormN vor, der sich auf die Form eines Lammteils bezieht1.
- Literatur
- Schützeichel 190, Lexer 1, 1816, Baufeld 156; Kluge/Seebold 500; DWB 6, 83; SHessWb 4, 101, HessNassWb 2, 15, PfälzWb 4, 746; Ramge (1979), S. 189, Zernecke (1991), S. 310, Vielsmeier (1995), S. 297. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Lamm; HNWB: → Lamm; DWB: → lamm; PfälzWb: → lamm; Wörterbuchnetz: → Lamm
- Referenz
- Vgl. Lemmel.
-
1 SHessWb 3, 1277; DWB 5, 655.

