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Südhessisches Flurnamenbuch
Fackel
- Deutung
- Den zusammengehörigen Fluren in Dietesheim und Mühlheim am Main liegt ahd. fackala, mhd. vackel st. sw. F. ‚Fackel‘ zu Grunde, sofern nicht - wegen des Flexions-s - ein FamN namengebend war oder eine Klammerform nach einer sonst nicht belegten Wüstung Fackelsheim vorliegt. Während es sich in Langen sicher um einen Aufbewahrungsort für Fackeln als alte Beleuchtungsmittel handelte, ist das Motiv für die Benennung der Wiese unklar. Es kann von einer Pflanzenbezeichnung auszugehen sein. Denkbar ist hier auch, dass die Wiese für Feuerbräuche genutzt wurde oder dass es sich um eine mit Fackelstecken1 gezäunte Wiese handelte.
- Literatur
- Karg-Gasterstädt/Frings 3, 528 f., Lexer 3, 3 u. 3, 20; Kluge/Seebold 244; DWB Neub. 9, 22 f.; SHessWb 2, 318 f., PfälzWb 2, 1004 f.; Marzell 3, 783 f. s. u. Pinus sylvestris, 3, 418 f. s. u. Optunia, 4, 1111 f. s. u. Viburnum opulus. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → fackel; PfälzWb: → fackel; Wörterbuchnetz: → Fackel
-
1 SHessWb 2, 320.

