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Südhessisches Flurnamenbuch

Eimen

Bollen · Dietz · Hirzel · Käs · Mittel · Rot · Schultheiß
Deutung
Zu südhess. Eimen, Eime ‚tiefer liegende, in der Regel feuchte oder sumpfige Stelle im Gelände, nasse Bodensenke, bes. in Wiesen; größere Wasserpfütze, Weiher am Dorfrand‘. Das Wort schließt sich vielleicht an westmitteldt. Humes, Hümes ‚feuchtes Tal, feuchte Niederung, in einer Talmulde gelegenes Land‘ an, das aus lat. hūmidus, ūmidus ‚feucht, nass‘ entlehnt sein kann. Die Belege aus Bickenbach sind etymologisch zu Eimer, ahd. eimbar, mhd. einber st. M. umgedeutet worden.
Literatur
SHessWb 2, 52; Dittmaier (1963), S. 117 s. u. Humes; Christmann (1965), S. 4-7. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩