Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Egert

Deutung
Zu ahd. egerda, mhd. egerde, egerte sw. F. ‚Grasland, das in anderen Jahren als Acker benutzt wurde, Brachland‘. So wurden sandige, unfruchtbare Flurstücke bezeichnet, die im Rahmen der Dreifelderwirtschaft keinen ausreichenden Ertrag lieferten. Das in Süddeutschland gebräuchliche Appellativ reicht nur bis an den Südrand unseres Gebiets (Gras-Ellenbach, Neckarsteinach), findet sich aber in FlN im ganzen Untersuchungsgebiet, wenn auch selten.
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 3, 75, Lexer 1, 512, Baufeld 62; Kluge/Seebold 205; DWB Neub. 7, 102; PfälzWb 2, 727, SchwäbWb 2, 540 f., BadWb 1, 672; Bach 2, § 369; Dittmaier (1963), S. 60. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → egert; Wörterbuchnetz: → Egert
Referenz
Vgl. Eckhart.