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Südhessisches Flurnamenbuch

Zuckmantel

Bett
Deutung
Die Deutung des Namens, der auch als FamN auftritt, ist umstritten. Den FlN liegt vermutlich eine alte Bezeichnung für die gemeine Kiefer (Pinus sylvestris) zu Grunde. Es handelt sich um eine Bildung aus ahd. mantala, mhd. mantel st. F. ‚Kiefer, Föhre‘ und einem nicht ganz sicher zu bestimmenden BT, der vermutlich zu ahd. zuoga ‚Zweig‘ gehört. Mit Zuckmantel wird eine Gabelföhre bezeichnet, „die durch Beschneiden künstlich zu einem einfachen Wegweiser hergerichtet ist.“1 So befindet sich auch die Flur in Pfungstadt am Griesheimer Kreuz an einer alten Geleitstraße2.
Literatur
Gottschald 548; Starck/Wells 400, 770 u. 772, Lexer 1, 2038 f.; DWB 16, 282 u. 315; PfälzWb 6, 1663; Marzell 3, 781 f.; Dittmaier (1963), S. 356. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → zuckmantel; PfälzWb: → zuckmantel; Wörterbuchnetz: → Zuckmantel

1 Bach 2, § 319.
2 Hechler (1964), S. 91 f.