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Südhessisches Flurnamenbuch

Zucker

Deutung
Wohl zu ahd. zuckâri, mhd. zucker st. M. ‚Räuber‘ oder dem daraus gebildeten PN Zucker (so wohl in Finkenbach). Ein Name wie Zuckerplätzchen dürfte in Anlehnung an das Appellativ nhd. Zucker umgedeutet worden sein. Möglich ist aber auch, dass Zucker hier von vornherein zur Bezeichnung des Süßen im Gegensatz zu sauer (bei Wasser und Grasland) gedient hat.
Literatur
Gottschald 548; Starck/Wells 770, Lexer 3, 1166, Baufeld 260; PfälzWb 6, 1656 f.; Dittmaier (1963), S. 356, Zernecke (1991), S. 587 s. u. Zuckerberg. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
Lexer: → zucker; Wörterbuchnetz: → Zucker