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Südhessisches Flurnamenbuch
Traunel
- Deutung
- Der Name ist nicht sicher zu deuten und war offensichtlich schon früh nicht mehr durchsichtig. Während der GT nhd. Tal ist, gehört der BT vielleicht zur Wortfamilie von mhd. truoder, drûdel F. M. N. ‚Latte, Stange, Verzäunung‘. Namengebend war dann entweder eine Umzäunung, oder es wurden in dieser Gewann Stangen geschlagen1. Vielleicht liegt jedoch das Adjektiv mhd. trût ‚traut‘ zu Grunde. Der Name bezöge sich dann auf die Eigenschaft, jemandem anvertraut zu sein. Der älteste Beleg deutet aber auf den sehr häufigen PN Drudo als Namengeber hin, was das wahrscheinlichste Benennungsmotiv ist.
- Literatur
- Förstemann 1, 423; Lexer 2, 1548 u. 1550 s. u. trût, 1553 s. u. trûwen, 1551 s. u. trute; DWB 11, 1, 2, 1238 u. 1242; SHessWb 1, 1779 f. s. u. Trudel, Truder, PfälzWb 2, 566 s. u. Drude u. Trudel; Zernecke (1991), S. 533. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- Lexer: → trute; PfälzWb: → trudel · drude; Wörterbuchnetz: → Traunel
- Referenz
- Vgl. Trudel.
-
1 Kunz (1975), S. 167.

